| Geta (189-211) | Link zur Wikipedia |
Publius Septimius Geta steht in der Chronik des Römischen Kaiserreichs als tragisches Symbol für die Instabilität, die oft hinter glänzenden Porträts auf Goldmünzen lauerte. Geboren 189 n.Chr. in Rom als Sohn von Kaisermörder und -regent Septimius Severus sowie Julia Domna wurde er früh Teil der höchsten politischen Ebene des Imperiums.
Schon während seiner Jugend entwickelte sich eine ausgeprägte Rivalität zwischen Geta und seinem Bruder Caracalla. Um die Legitimität ihrer Macht zu festigen, setzte Severus auf politische Manipulationen wie Namenstausch für seinen älteren Sohn. Dies zeigt bereits in der frühen Phase des Kaisertums von 209 bis zum Tod im Jahr 211 eine klare Hierarchie zwischen den Brüdern.
Münzen wurden hauptsächlich während seiner Amtszeit als Augustus geprägt, oft noch vor seinem gewaltsamen Tod. Die Porträts auf diesen Silbermünzen zeigen ihn in militärischer Rüstung oder mit kaiserlichem Diadem. Sammler können an den Übergang von zivilen zu kriegerischen Titeln wie Britannicus erkennen, dass politische Feldzüge im Norden des Kontinents direkt die Gestaltung der staatlichen Medien beeinflussten.
Für Museen bieten diese Objekte eine einzigartige Chance, über das Ende einer Dynastie nachzudenken. Die Untersuchung der Inschriften zeigt auf den Bronzen oder Silbermünzen oft die Worte Concordia, was ironisch angesichts des Todes wirkt und für Historiker wertvolle Einblicke in propagandistische Strategien bietet.