| Galeria Valeria (?-315) | Link zur Wikipedia |
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Galeria Valeria († wahrscheinlich 315) ist eine herausragende Figur aus dem späten Altertum, die als Tochter des römischen Kaisers Diokletian und Ehefrau von Galerius an den Kulissen einer komplexen Machtpolitik stand. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 293, als der Vater Diokletian das Römische Reich neu ordnete, um es mit vier Kaisern (Tetrarchie) zu regieren. Diese Neuordnung war eine Notwendigkeit für einen überdehnten Staat unter Stress durch Grenzsicherungen und interne Spannungen.
Ihre Bedeutung liegt nicht nur darin, dass sie die Ehefrau eines Caesars wurde, sondern später sogar Augusta mit dem Titel einer Mutter des Heerlagers – mater castrorum. Diese Ehre war exklusiv gewidmet, um das weibliche Prinzip der Ordnung unter den Männern zu symbolisieren.
Nach dem Tod ihres Mannes 310 und ihrem Exil in Syrien wurde Galeria zum Opfer politischer Umwälzungen. Sie vertrat eine christliche Glaubensrichtung, die Diokletian noch verfolgten musste, doch sie selbst konvertierte erst spät oder während ihrer Gefangenschaft im Kampf gegen den Staatssystem des Imperiums.
Münzsammler begegnen ihr vor allem auf Denaren, Antoniniani sowie Bronzemünzen der spätrömischen Kaiserzeit. Galeria wurde während des Regierungszeites ihres Ehemanns Galerius im Osten wie auch in Pannonien geprägt.
Selbst wenn sie in Syrien im Verbannung lebte, wurden Münzen zu Ehren ihrer Person oder ihres Erbes geprägt. Für den Experten ist der Erhalt eines Stückes mit dem Porträt einer Augusta besonders relevant, da Frauen dieser Epoche selten auf römischen Siegeln erscheinen.