| Seleukos I.(358BC-281BC) | Link zur Wikipedia |
Einführung: Ein Diadoch als Reichtümergründer
Selectus I. Nikator, bekannter auch unter den Namen Seleukos oder Selevkos, war einer der prominentesten Feldherren nach Alexander dem Großen. Er stieg vom Hofjungen am Königshof Philipps II. zum Befehlshaber des makedonischen Heeres auf und etablierte sich als erster unabhängiger Monarch in Asien.
Nach dem Tod Alexanders im Jahre 323 v. Chr. gerieten die Nachfolgereiche in ständiges Ringen um Machtbereiche wie Babylon und Mesopotamien. Seleukos konnte sich nach einem verheerenden Feldzug gegen Ptolemaios durchsetzen, wobei er entscheidende Siege bei Gaza errang. Diese Schlacht markierte den Beginn einer eigenständigen Herrschaftszeit, die erst 312 v. Chr. endgültig bestätigt wurde und bis ins Indienreich reichte.
Sowohl seine Ehe mit der Sogdischen Adligen Apame als auch sein Rückbesuch in Babylon trugen zur kulturellen Durchdringung beider Kontinente bei. Sein Sieg gegen Antigonos Monophthalmos um 301 v. Chr. sicherte dem Seleukiden Reich den Status einer Großmacht neben der Ptolemäer-Dynastie und Lysimachos.
In der Münzgeschichte sind Prägungen unter Seleukos meist von symbolischer Bedeutung geprägt, weniger durch sein Porträt selbst. Die Rückseiten zeigen oft Gott Apollon auf dem Bronzeskulpturtypen aus Didyma oder Athena.
Für Sammler bieten Tetradrachmen dieser Epoche einen einzigartigen Einblick in die wirtschaftlichen Grundlagen eines neuen Reiches. Der Name Nikator auf Münzen verweist direkt auf seinen Ehrennamen, was ihn leicht von anderen Diadochen unterscheidet.
Die historische Verbindung zwischen Seleukos und den antiken Prägestätten ermöglicht es, die Ideologie hellenistischer Herrscher besser zu verstehen. Die Analyse dieser Objekte hilft zudem bei der Einordnung von Schatzfundmaterial aus dem Mittelmeerraum.