| Konstantin I. (Griechenland) (1868 - 1923) | Link zur Wikipedia |
Mitglied des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, geboren 2. August 1868 in Athen.
Persönlichkeiten wie König Konstantin I. stehen im Zentrum der modernen Geschichte Griechenlands und bilden gleichzeitig den Focalpunkt für Sammler zeitgenössischer Numismatik. Sein Leben wurde von dem Streben geprägt, das griechische Staatsgebiet mit Hilfe militärischer Eroberungen zu vergrößern – einer Idee, die als Megali Idea (Große Idee) bekannt ist. Als Sohn des Königs Georg I. wuchs er in Athen auf und durchlief eine intensive Ausbildung an deutschen Universitäten wie Heidelberg und Leipzig. Diese doppelte Identität beeinflusste seine Politik maßgeblich.
Historisch bedingt wurde Konstantin zum unangefochtenen Held der ersten Balkankriege. Als Befehlshaber übernahm er den Oberbefehl in entscheidenden Kämpfen, was seinen Aufstieg zur Königswürde ermöglichte, nachdem sein Vater 1913 einem Attentat zum Opfer fiel.
Ihm wurde eine eigene Bildnisse auf den Geldstücken Griechenlands verliehen. Zu Lebzeiten prägte das Königreich unter seiner Herrschaft Silbergelder, wie 10-, 5- oder 20-Drachma-Silberstücke.
Nach dem Abtreten aus dem Exil 1920 kehrte er zurück, um sich erneut gegen die türkischen Streitkräfte zu wehren. Die Münzprägung unterlag jedoch den wirtschaftlichen Umbrüchen des Krieges und der hyperinflationären Drang nach.
Sammlern lohnt es sich, auf Konstantin-I.-Münzen zu achten, da sie die Ästhetik griechischer Nationalismus repräsentieren. Die meisten Stücke stammen aus der Zeit vor dem Abzug 1922. Das Bildnis zeigt den König oft im militärischen Gewande oder zivil als Herrscher.
Seltenheit ist hier weniger eine Frage des Grades, sondern eher der historischen Kontextur: Viele Silbermünzen wurden bereits in Kriegszeiten verwendet und sind daher nicht mehr gut erhalten.