| Ferdinand Maria (Bayern)(1636 – 1679) | Link to Wikipedia |
Einer der bedeutendsten Stifter des bayerischen Barock war Ferdinand Maria, Kurfürst von Bayern von 1651 bis zu seinem Tode im Jahr 1679. In einer Zeit tiefer gesellschaftlicher Umbrüche nach dem Dreißigjährigen Krieg lenkte er die Wiederauferbauung geschundener Landschaften ein. Seine Regierungszeit zeichnet sich durch kluge Neutralitätspolitik zwischen den großen Mächten und eine rege Förderung der Kultur aus, die das Land dauerhaft prägte.
Ferdinand Maria gilt als einer der ersten modernen Fürsten Bayerns. Er begründete mit seiner Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen nicht nur einen kulturellen Höhepunkt des Hauses Wittelsbach, sondern auch ein neues Selbstbewusstsein im süddeutschen Raum. Durch seine besonnene Wirtschaftsführung konnte er den Staat aus Schulden befreien und durch Förderung der Landwirtschaft sowie manufakturerer Industrien eine solide Basis für das zukünftige Königreich schaffen.
Zudem setzte er sich stark für die Wiederherstellung katholischer Traditionen ein, etwa durch den Wiederaufbau verstaatlichter Klöster. Seine Entscheidung gegen einen direkten Thronanspruch im Gegensatz zu seinem Schwiegervater ermöglichte eine Balance in der habsburgisch-französischen Großpolitik.
Die Prägungen mit dem Bildnis des Kurfürsten stammen primär aus der Regierungszeit Ferdinands Marias. Die Münzen entstanden in den Hauptmünzhäusern wie München und Nürnberg, die sich während seiner Herrschaft technisch verbesserten.
Münzliebhaber schätzen die Schätze aus Ferdinands Zeiten besonders wegen ihrer historischen Authentizität. Diese Stücke stehen am Anfang einer intensiven barocken Ästhetik auf Geldmetall, wobei das Relief oft von den großen Künstlern der Epoche beeinflusst war.
Zudem verbinden diese Münzen die politische Stabilität der Kurpfalz mit materiellen Trägerei des Absolutismus. Für den Sammler bieten sie somit einen greifbaren Schlüssel zum Verständnis von Staatsbildung im 17. Jahrhundert, weit über das bloße Wertbestätigung hinaus.