| Johannes III Dukas (1192-1254) | Link zur Wikipedia |
Hintergrund: Der Wiederhersteller des Reichs
Kommen Sie näher an diese Epoche heran, die zwischen dem Untergang Konstantinopels im Jahre 1204 und seiner endgültigen Rückeroberung lag. Johannes III., der als Sohn von Basileios Vatatzes begann, erhebt sich hier aus den Ruinen eines untergegangenen Römischen Reichs zu einem Herrscher ersten Ranges.
Nicht jeder Mittelalterfürst hatte so scharfsinnige diplomatische Fingerspitzen wie Johannes. Er organisierte das Kaiserreich Nikaia nicht bloß administrativ, sondern schlug militärisch die Kräfte des Lateinischen Kaisertums sowie den Bulgarer Zar Ivan Assen II., der ihm Konstantinopel 1235 verwehrte. Seine spätere Machtübernahme über Thessaloniki und Epirus im späten Zeitalter zeigt seine strategische Genialität.
Ihr Augenmerk richtet sich nun auf das Silber oder Bronze in der Hand. Münzen dieses Herrschers wurden zumeist während seiner Regierungszeit von 1222 bis zu seinem Tod geprägt, wenngleich einige Exemplare später unter seinen Nachfolgern und als dynastische Legitimation nachstapft.
Diese Stücke kommen aus dem Reich der Nikaia (im heutigen Nordwesten Kleinasiens). Die Münzen trugen das Porträt des Kaisers auf einem Seite, oft umgeben von griechischen Inschriften, die seine Würde unterstrichen. Warum er auf diesen Stücken erscheint? Dies diente als offizielles Siegel seiner Autorität gegenüber den Franken im Westen und seinen eigenen Untertanen in Thrakien.
Zwar sind solche antiken Kaiser nicht der einzige Anker in mittelalterlichen Sammlungen. Doch Johannes III., genannt der Barmherzige, gilt unter Numismatikern als eine Schlüsselfigur dieser Übergangsepoche.
Für Sie als Sammler ist es ein Privileg, hier einen Teil des letzten römischen Reichs in der Hand zu halten. Es verbindet die Geschichte mit dem Handwerk – eine seltene Synthese, die sich lohnt näher betrachtet zu werden, um sie an das nächste Publikum weiterzugeben.