| Elagabal (203-222) | Link zur Wikipedia |
Kaiser Elagabal, geboren als Varius Avitus Bassianus, stand im Zentrum einer der kuriosesten Herrschaftszeiten des antiken Römischen Reiches. Seine kurze Regentschaft in den Jahren 218 bis zu seinem Tod 222 war prägnant für die Instabilität nach dem Ende Septimius Severi und dessen Sohn Caracalla als Kaiser.
Dass diese Figur überhaupt eine bleibende historische Spur hinterlassen hat, liegt weniger an ihren politischen Erfolgen – sie waren kaum vorhanden – sondern vielmehr am heftigen Konflikt zwischen der römischen Tradition und dem syrischen Kult des Gott Elagabal. Als Großneffe von Julia Domna stammte er aus Emesa in Syrien. Seine Ermordung im Heerlager der Prätorianergarde durch seine Umgebung markierte das Ende einer Ära, die sich für zeitgenössische Historiker zum Symbol unverhüllter Exzesse entwickelte.
Nach seinem triumphalen Einzug in Rom 1789 – laut dem angegebenen Text ist dies aber falsch und sollte korrigiert werden: Er kam erst im Sommer 204 an die Macht. Die Prägung seiner Münzstücke war extrem begrenzt.
Solche römischen Kaiserpragungen waren selten, da seine Herrschaft kurzlebig blieb. Viele Münzen zeigen das Porträt des jungen Mannes mit dem Namen Marcus Aurelius Antoninus Augustus und Pius. Die Bildnisse entstanden in Rom oder an den Militärstandorten der Garnisonen.
Sehr wenige echte Prägungen wurden im klassischen Goldstandard von ihm selbst erstellt; die meisten erhaltenen Exemplare sind Bronzedenare, da Bronze besser als edelmetallhaltige Münzen überleben konnte. Die Seltenheit dieser Stücke liegt auch daran, dass nach seinem Tod das kaiserliche Bildprogramm unter seinen Nachfolgern und Machthabern teilweise neu gestaltet wurde oder sogar veränderte Darstellungen seiner Vorgänger verwendet wurden.
Für den numismatischen Sammler ist Elagabal ein Objekt der Legende. Die wenigen erhaltenen Münzen gelten als hochinteressante Fundstücke, da sie einen Moment repräsentieren, in dem die etablierte römische Ordnung kippte.
Sammler schätzen diese Objekte wegen ihrer Seltenheit und des dramatischen historischen Rahmens: Ein jugendlicher Herrscher im Angesicht eines Umsturzes. Die Prägung war oft kurzlebig und reflektiert den politischen Wandel auf dem Boden der Realität einer militärischen Revolutions.
Auch wenn die Erhaltungszustände von vielen Münzen mit historischen Ereignissen umgeben sind, bleibt Elagabal für Sammler ein faszinierendes Thema. Die Geschichte dieses römischen Kaisers ist eng verbunden mit dem Untergang des Caracalla-Reiches und der Wiederherstellung einer stabilen Macht über die Grenzen Syriens hinweg.