| Allectus (?-296) | Link zur Wikipedia |
In der turbulenten Epoche des römischen 3. Jahrhunderts übten nur wenige Herrscher eine Macht aus, die so schnell aufblühte wie Allectus und ebenso rasch in Asche zerfiel. Als Usurpator im abtrünnigen Britannien zwischen den Jahren 294 und 296 war er der letzte Widerstand gegen die offizielle Tetrarchie von Diokletian vor dem endgültigen Wiederaufbau des Imperiums unter Konstantius Chlorus.
Herkunft und Amtsführung:
Ende der Herrschaft:
In der Schlacht im heutigen England fiel Allectus den Händen des römischen Praetorianerpräfekten Asclepiodotus an. Damit endete das britische Sonderreich, doch die Erinnerung an diesen kurzen Herrschaftsanfang ist bis heute in historischer und numismatischer Hinsicht bewahrt.
Münzsammler begegnen den Stücken Allects vor allem im Rahmen der Suche nach Usurpator-Munzstücken. Während Karakallios noch Münzen als Augustus prägen konnte, wurden die Legate von Allect meist auf sehr kleinen Serien geprägt oder gar nicht mehr offiziell in Rom, sondern nur lokal.
Entwicklungsphasen der Prägung:
Sammler suchen Allects Münzen wegen der seltene Kombination aus Usurpator-Historie und regionaler Prägung. Das Bildnis ist meist stilistisch einfach gehalten, was die römische Kunst der Spätantike widerspiegelt, zeigt aber den Anspruch auf Kaiserwürde.
Bereits heute finden Funde von Schatzsuchern im Kanal-Gebiet oft Münzen dieser Zeit, die als historisches Vermächtnis für das kurze Sonderregiment dienen. Sie verbinden Geschichte der Römer und Britannien direkt unter einem gemeinsamen Bild des Usurpators.