| Albert II of Austria (1298 - 1358) | Link zur Wikipedia |
In der Spätmittelalterlichen Politik war Herzog Albrecht II., auch als „der Weise" bekannt, eine zentrale Figur im Machtbereich der Habsburger vor dem Zerfall der österreichischen Erblande. Als Sohn von König Albrecht I. bestieg er erst spät die Regierungszulage in den habsburgisch-österreichischen Ländern und teilte diese mit seinem Bruder Otto V., später jedoch gemeinsam als Regent für alle Söhne nach dem Hausvertrag.
König Ludwig IV. betraute den Habsburger 1340 offiziell mit der Führung Österreichs und Steiermarks in seinem Namen, bevor er selbst zum Kaiser gekrönt wurde (diese Textstelle aus der Wikipedia ist im Prompt enthalten). Albrecht II. war nicht nur Herrscher von Kronländern wie Kärnten und Krain durch Heiratsverbindungen oder Erbfälle, sondern stand zudem als treuer Gefolgsmann des Kaisers vor dem Papst in hohen diplomatischen Beziehungen.
Er wurde bekanntermaßen „der Lahme" genannt, vermutlich wegen einer Arthritis. Diese körperliche Einschränkung hob seine mentale Präsenz und Weisheit hervor: Er etablierte das Prinzip der Realteilung für die Nachkommen (Albertiner versus Leopoldiner), was bis 1918 als Staatsrecht galt.
Münzsammler finden an Prägungen dieser Ära eine doppelte Anschauung: Zum einen repräsentieren die Silbermünzen und Goldmarken die wirtschaftliche Blütezeit von Steiermark und Kärnten. Die Zillerthaler aus dem 15. Jahrhundert sind oft als „Krummnunz" bezeichnet, aber ihre Wurzeln liegen in den Reformbestrebungen Albrechts II., der das Bergbüchel zur Verfassung der Steiermarch schrieb.
Zum anderen bilden diese Stücke eine Brücke zwischen der persönlichen Herrschaft des Habsburgers und seiner späteren Bedeutung als „Stifter" (Gründer) von Klöstern wie Gaming. Für Spezialisten ist die Untersuchung dieser Münzen besonders wertvoll, da sie oft in unedlen Materialien aus dem 14./15. Jahrhundert vorkommen können, was das Verständnis der regionalen Wirtschaftsgeschichte vertieft.
Durch diese Verbindung von regierender Autorität und metallischem Zahlungsmittel erhalten die Stücke Albrechts II., ob als silberner Groschen oder goldener Schilling aus dem Reichsarchiv Bedeutung. Wer ein solches Exemplar in einer Vitrine hat, besitzt historisch dokumentierte Herrschaftsrechte der Habsburgerfamilie.