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Norddeutscher Bund (1867 - 1871)
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| Norddeutscher Bund (1867 - 1871) | Link zur Wikipedia |
In der turbulenten Zeit vor dem deutschen Einheitsprozess bildete sich unter den Augen Europas eine neue Machtlandschaft heraus. Lange Jahre war das politische Schicksal Deutschlands durch die sogenannte „deutsche Frage" geprägt, ein Konflikt um zwei rivalisierende Großmächte: Preußen und Österreich. Während diese beiden Kaiserreiche um Vorherrschaft ringten, wurden kleinere Fürstenstaaten oft zum Spielball dieser Diplomatie. Es gab lange Momente der Hoffnungen auf einen großen Bundesstaat unter habsburgischer Führung, doch das schwebende Schicksal des Deutsches Königreichs wurde von Bismarck und Friedrich Wilhelm IV geformt.
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts waren Handel und Wirtschaft stark fragmentiert durch eine Unmenge an Zollgrenzen innerhalb des alten Deutschen Bundes. Preußen erkannte jedoch, dass nur Einheit wirtschaftliche Stärke bringt. Dieser Gedanke war entscheidend für das Schicksal der Region nördlich des Mains nach dem Siegeszug gegen Österreich im Jahre 1866. Die Schlachten auf dem Feld hatten eine neue politische Ordnung gefordert: einen Norddeutschen Bund ohne den alten Kaiser in Wien und mit Preußen als dominierendem Anführer.
Kurze Zeit später, nachdem die Süddeutsche Monarchie noch zögerte, wurde aus diesem Bundesstaat 1870 das Deutsche Reich. Die politische Wende war jedoch nicht nur auf militärische Siege gegründet; sie basierte auf dem Willen zur wirtschaftlichen Verquickung und kulturellen Einheit der Völker im Norden. Der Bund versuchte schnell die Souveränitäten zu beseitigen, um ein geeintes Finanzwesen ohne innerstaatliche Friction voranzutreiben.
Münzen sind selten reine Metallstücke; sie erzählen immer auch Geschichten über den Handel. In der Zeit des Norddeutschen Bundes gab es zwar noch alte Münznamen, doch diese waren Übergangsformen auf dem Weg zu einer neuen Einheitlichkeit innerhalb des Preußen-Reiches.
Preußen hatte lange das eigene Reichswappen auf den Münzen getragen. Nun wurde versucht, diese Prägung für alle Staaten des Norddeutschen Bundes anzuwenden oder zumindest einzuheitlich zu machen. Die Geldwirtschaft war damals eng mit der Industrialisierung verbunden: Eisenbahnen brauchten stabilen Tauschhandel.
In vielen Kabinettssitzungen in Berlin wurde intensiv über die Währung diskutiert, um eine Einheitslösung vor dem Deutschen Krieg zu finden oder nach ihm durchzusetzen. Man wollte sich auf den Goldstandard stützen, der damals als sicherer galt und mit internationaler Währungshandhabung kompatibel war.
Berlin war das Zentrum für diese kulturellen und wirtschaftlichen Vorhaben. Die Münzprägekunst entwickelte sich hier zu einer hohen Form der staatlichen Präsenz.
Insgesamt übernahmen Preußen-Münzen viele alte Designs aus dem 18. Jahrhundert, da man den Stil der alten Kunstwerke bewahrte. Die Technik war in dieser Zeit so präzise geworden, dass jeder einzelne Buchstabe auf einer Münze scharf herausgearbeitet werden konnte.
Goldschillings (Goldthaler) und deren Fortsetzung in den 1860er Jahren.
Silberstücke der Mark-Einführung vor 1873:
Vergoldete Silberstücke:
Jedes Stück des Geldes war ein Zeugnis einer politischen Macht. Die Münzen zeigten, wie man mit dem Konzept der „deutschen Einigung" umging: nicht immer friedlich, aber oft durch Handel und Finanzwesen.
Eine solche Einheit war nötig, um den Handel mit England oder Frankreich zu sichern; man wollte einen einheitlichen Standard in der Wirtschaft haben, ohne auf die alten Zollvereinigungen zurückzugreifen. Man suchte nach einem Weg zur wirtschaftlichen Freiheit und zum Frieden für alle Deutschen Staaten. Die Münzprägung spiegelt diese Hoffnung wider.
Auch heute noch findet man diese Stücke in vielen Sammlerhäusern im Raum Berlin oder Frankfurt am Main, aber die Geschichte ist komplexer als nur das Bild eines Adlers: Es war ein Prozess der Integration und des politischen Willens zur Einheit durch Bismarck. Die Münzen waren also ein Instrument der Diplomatie.
In einer Zeit von vielen neuen Staaten und einem veränderten politischen Klima bietet die Sammlung dieses Geldes eine einzigartige Sicht auf die deutsche Geschichte.
Jede Prägung ist ein Stück Kulturgeschichte und zeigt, wie man eine Wirtschaft aufbaut. Die Kunst des Münzmeisterhandwerks in Berlin war hervorragend; sie haben das Design der alten Adlers übernommen aber auch neue Details eingefügt.
Insgesamt gibt es viele spannende Geschichten hinter den Münzen. Man sollte immer darauf achten, was man als Sammler wirklich will: einen guten Kauf oder die Geschichte zu verstehen? Es ist eine schöne Arbeit für jeden Liebhaber der numismatischen Geschichte.
In dieser Zeit gab es viele Münzen, da die Wirtschaft schnell wuchs. Jeder Staat hatte seine eigene Form; man musste aber oft auf den Wert des Goldes oder Silbers achten.