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Freistaat Preußen: Geschichte, Münzprägung und Sammlerstücke

In der glückseligen Ära des Deutschen Reiches zwischen den beiden Weltkriegen stand das preußische Land als ein politischer Riese am Horizont. Doch im Herzen von Berlin lag die erste demokratische Republik in Deutschland bereit: Der Freistaat Preußen, dessen Stabilität lange über dem ganzen Kaiserreich herrschte.

Historischer Hintergrund

Nach der Revolution an den Straßenbrücken und Kuppeln des Jahres 1918 ging das Königshaus ab. Die neue Republik, oft als „Bollwerk" bezeichnet, musste sich durch demokratische Umgestaltung beweisen. Sozialdemokraten wie Paul Hirsch und Otto Braun übernahmen Führungsposten in der provisorischen Regierung. Dies war keine kleine Veränderung; es änderte die gesamte Gesellschaftsstruktur von unten nach oben. Die Innenminister Carl Severing und Albert Grzesinski sorgten für eine moderne Verwaltung, was den Alltag der Bürger verbesserte.

Doch Preußen hatte immer ein Problem: Es war riesig, größer als fast alle anderen deutschen Länder zusammengefasst in diesem Zeitalter. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges endete die Geschichte am 25. Februar 1947 durch ein Kontrollratsgesetz, das seinen juristischen Tod besiegelte.

Geschichte von Währung und Münzprägung

Die Finanzpolitik war eine weitere Säule der Macht dieses Staates lange bevor die letzten Schranken fielen. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden Taler geprägt, doch mit dem neuen Jahrhundert kamen neue Ideen in den Handel. Der Freistaat stand vor einer großen Aufgabe: Die Währung des Reiches nutzen, aber eigene Symbolik tragen.

Nach der Hyperinflation von 1923 stabilisierte sich die Wirtschaft wieder unter dem Schlagwort „Reichsmark". Preußen selbst bekam jedoch eine besondere Rolle im Finanzwesen. Viele Sammler interessieren sich für diese Übergangsphasen.

  • Schwerpunkte lagen auf den Banknoten der Landesbank und den Münzen, die bis in das letzte Jahrzehnt geprägt wurden.
  • Kleinstmünzen aus Kupfer-Nickel galten als Alltagsgegenstände des Volkes.

Münzstätten und Münzproduktion

Berlin war der wichtigste Ort, an dem Metalle in Geld verwandelt wurden. Die große Prägestätte am Spandauer Damm arbeitete unter strengen Regeln, die sich vom Kaiserreich bis zu den letzten Tagen der Republik änderten.

Kunsthandwerkliche Traditionen blieben lebendig. Meistergraveure sorgten dafür, dass auch einfache Kupferpfennige wie Juwelen wirkten. Die Technik des Stempelschneidens erlaubte es, komplexe Adler und Wappen auf den Münzen abzubilden.

In dieser Zeit wurden viele neue Designs etabliert: Während die Monarchie mit Königskronen arbeitete, verließ das demokratische Preußen diese Tradition für zivile Symbole. Dies machte Sammler vor allem an der Rückseite von Goldmünken und silbernen Halbmarkstücken interessiert, da dort oft noch alte Designs aus dem Reichsbund aufkamen.

Bedeutende Münzen

Eine besonders wertvolle Gruppe ist die Sammlung der Übergangsmünzen. Diese Stücke wurden nach 1930 in Berlin geprägt und zeigen sowohl republikanische als auch kaiserliche Elemente nebeneinander. Die Goldmarkstücke sind für Sammler immer sehr begehrt.

Auch die silbernen Markstücken tragen historische Bedeutung, besonders jene aus den letzten Jahren vor dem Verfall des Reiches im Zweiten Weltkrieg. Sie zeigen oft das preußische Eiserne Kreuz oder andere Abzeichen auf der Rückseite, was sie zu wichtigen Dokumenten dieser Zeit macht.

Jedes Stück erzählt eine Geschichte: Die 50 Pfennigstücke, die später nach neuen Standards geprägt wurden, symbolisieren den Versuch einer Gleichstellung von Arm und Reich in der preußischen Verwaltung. Sammler sollten auf Stücke achten, wo das „Eisenkreuz" noch als Symbol für Stärke diente.

  • Silbermarkstücken aus dem Jahr 1924 gelten oft als besonders schön.
  • Kupferstücke sind häufiger in Kellern zu finden und daher preisgünstiger.

Kulturelles Erbe

Die Münzprägung ist ein Teil der Kultur, wie die Religiösen Schulen oder Theater früher waren. Der preußische Staat hatte eine starke Verwaltungstradition, die bis heute sichtbar wird in vielen historischen Museen und Archiven.

Auch wenn viele Menschen nur an Uniformen denken: Das Geld im Alltag wurde durch diese Verwaltungskunst möglich gemacht. Die Präzision der Münzen spiegelt den Willen wider, Ordnung zu schaffen. Wenn wir heute nach diesen Stücken suchen, suchen wir auch nach dem Geist einer Zeit, die oft als „Bollwerk" bezeichnet wurde.

Die Kunstfertigkeit zeigt in jedem Rand und in jedem Detail eine Geschichte von Arbeitern, Beamten und Künstlern zusammengekommen haben. Auch wenn der Staat 1947 aufgelöst wurde, leben seine Wurzeln weiter durch Sammler auf der ganzen Welt.

  • Kunstwerke wie die alten Goldmarkstücken sind wertvoll für Museen.
  • Hierarchien endeten mit dem Stempel auf Münzplattierung.

Für Sammler

Sammler, Sie haben in diesen Objekten eine einzigartige Möglichkeit, die Vergangenheit zu bewahren. Es geht nicht nur um Geld als Metall: es ist ein Zeugnis des Friedenswillens und der demokratischen Umbrüche im Herzen Europas.

Eine alte Münze kann heute einen historischen Wert haben – oder zumindest den Erinnerungswert an das preußische Bollwerk in Berlin. Wir laden Sie ein, diese Geschichten zu lesen und die Objekte selbst anzusehen.

  • Besuchen Sie Auktionen und suchen nach alten Stücken mit Adlerköpfen.
  • Lernen Sie mehr über die Geschichte von Berliner Münzstätten im Museum.

Egal ob Anfänger oder Experte: Die preußischen Sammlerstücke sind für jeden geeignet, der an Geschichte interessiert ist. Das Reich und das Land haben so lange gelebt – durch Stabilität und gute Verwaltung. Dies spiegelt sich auch heute noch in den wertvollen Exponaten wider.

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