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Kiewer Rus (862 - 1240)

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Kiewer Rus: Geschichte, Münzprägung und Sammlerstücke

Historischer Hintergrund

Die Epoche der Kiewer Rus markiert den Beginn eines politischen Raums im Herzen Europas, dessen Schicksal die gesamte slawische Welt beeinflusste. In den ersten Jahrhunderten dieses Staates war das Land noch kein Territorium mit starren Grenzen oder modernem Staatsmonopoly, sondern eine konföderationartige Vereinigung ostslawischer Stämme unter der Führung einer Dynastie aus dem Nordwesten Europas, bekannt als Rurikiden.

Ganz zentral war die wirtschaftliche Verbindung zwischen den Weltmächten ihrer Zeit. Händler trafen mit Warägern in den Städten Nowgorod und Ladoga ein und fuhren nach Süden über große Flussysteme bis zum Schwarzen Meer und ins Byzantinische Reich voran. Diese Handelsader verlieh dem Land seine Bedeutung als Brücke zwischen Kontinenten. Kiew entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum, das die nordeuropäischen Traditionen mit der byzantinischen Kultur verband.

Im zehnten Jahrhundert erreichte dieser Herrschaftsbereich seinen Höhepunkt unter Wladimir dem Heiligen und seinem Sohn Jaroslaw dem Weisen. Die Christianisierung des Landes im Jahr 988 führte nicht nur zu einer religiösen Neuordnung, sondern stärkte den Handel mit Konstantinopel enorm stark an.

Kulturbefragungen zeigten eine tiefe Verflechtung von Kunst und Wirtschaft vor allem während der Regierungszeiten Wladimirs I., als viele Städte errichtet wurden. Der kulturelle Blütezeit ging die Zeit einer starken Zersplitterung voraus, als verschiedene Fürstentümer wirtschaftlich unabhängiger geworden waren.

Geschichte von Währung und Münzprägung

Für Sammler ist entscheidend zu verstehen, dass in der frühen Periode dieses Staates das Geldwesen anders funktionierte als heute. Lange Zeit basierte die Wirtschaft auf dem Tauschhandel oder auf Warengeld.

  1. Zahlungen geschahen oft mit Pelzen oder Wachsblock genannt Vaksy.

Mit der Intensivierung des Handels und den Beziehungen zum Byzantischen Reich kam Silber in großer Menge ins Land. Diese war nicht nur eine Zahlungsmethode, sondern wurde zu einem Fundament der staatlichen Machtbasis gemacht. Silber aus dem Arabischen Kalifat erreichte über das Schwarze Meer die Küstenregionen.

Bis hin zur späten Regierungszeit von Jaroslaw um 1054 gab es kaum eigenständige Münzprägung in Kiew selbst, sondern vielmehr eine Zirkulation importierter ausländischer Münzen. Dies bedeutet für heutige Sammler: Das Gros der Funde dieser Epoche besteht aus fremden Prägungen.

Zwar begannen die lokalen Herrscher mit dem Wunsch nach eigenem Geld zu regieren und eigene Steuern einzufordern, doch erst ab etwa 1084 tauchen erste Münzstücke auf. Dies geschah teilweise in Nowgorod oder im Südosten der heutigen Ukraine als Nebenreich.

Münzstätten und Münzproduktion

Die geographische Lage dieser Region prägte die Standorte für Gelderschaffung enorm stark. Im Norden lag das Zentrum bei den Warägern in Ladoga, wo slawischer Handel mit finnischen Stämmen stattfand.

  • Kiew fungierte lange als administratives Zentrum eher als Münzstätte im engeren Sinne.

Vielmehr lagen die Produktionszentren oft an den Handelswegen der Flusshäfen. Die Technologie der Zeit war vergleichsweise einfach, doch sorgten künstlerische Merkmale für das Ansehen des Staates.

  • Gewöhnliche Silberstücke aus Byzanz wurden in diesen Regionen als gültiges Zahlungsmittel akzeptiert und umgewälzt.

Schwerpunkte lagen auf dem Einsatz von Silberscheiben, die oft an Wägen gehängt oder im Handel verwendet wurden. Die Prägung wurde durch den Bedarf des Staates gesteuert, Steuern zu erheben und Tribute vom Byzantinischen Kaiserhof zu entrichten.

  • Nachhaltige Münzstätten entstanden erst als der Einfluss Moskaus wuchs nach dem Zusammenbruch Kiews vor Tatar Invasionen im 13. Jahrhundert.

Diese Unterscheidung ist wichtig für jede seriöse historische Bewertung, die eine klare Trennung zwischen reinem Handels- und Staatsgeld macht.

Bedeutende Münzen

Für das Auge des Sammlers bietet diese Ära eine einzigartige Mischung aus seltener Seltenheit. Die begehrtesten Objekte sind oft nicht die selbstgeprägten Stempel, sondern Silberbarren oder Silberscheiben von hoher Qualität.

  • Byzantinische Nomismata: Diese wurden über Jahrhunderte hinweg im Raum Kiews akzeptiert und zeigen ein hohes Maß an künstlerischem Einfluss auf das lokale Kunsthandwerk.
  • Silberstücke des Jaroslaw I.: Späte Prägungen aus der Zeit um 1054 zeichnen sich durch einfache Inschriften in kyrillischer Schrift, die oft griechische oder lateinische Vorbilder nahmen. Das Material ist Silber und war sehr wertvoll.
  • Tauschgegenstände wie Pelz: In Auktionskatalogen werden diese unter dem Namen Fursilb erwähnt, doch sind sie selten als Münzen katalogisiert worden wegen ihrer Funktion als Warengeld.

Jede dieser Prägungen erzählt eine Geschichte. Die Inschriften spiegeln den Kontakt zu Rom und Konstantinopel wider, während die Formen lokale slawische Traditionen aufwiesen.

Kulturelles Erbe

Münzen sind mehr als nur Zahlsmittel in der Vergangenheit gewesen, sie waren auch Ausdruck kultureller Identität. Die Kiewer Rus stand oft am Scheideweg zwischen dem christlichen Abendland und den islamisch beeinflussten Osträumen.

Künstlerische Gestaltung der Münzstücke folgte byzantinischen Vorbildern in ihrer Ästhetik, doch verwendeten sie auch lokale Symbole wie das Bild des Kreuzes. Diese Kunstform verbreitete sich von Kiew nach Norden bis Nowgorod und Süden ins Wolgagebiet.

  • Die Nutzung von Silber als Prestigeobjekt führte zu Schenkungen an Kirchenbau, was die Wirtschaftskraft der Fürsten demonstrierte.

Von großer Bedeutung ist auch die Tatsache, dass viele Münzen in Gräbern gefunden wurden. Diese Funde sind Zeugen des Glaubens und der wirtschaftlichen Lage ihrer Zeitgenossen.

Für Sammler

Käufer auf Auktionen müssen sich überlegen, welche Stücke historisch authentisch dokumentieren den Übergang von Warenwirtschaft zu Metallgeld. Die Kiewer Rus bietet eine Sektion für Historiker und Liebhaber alter Silberstücke mit einzigartigem Hintergrund.

  • Funde aus der Region sind oft durch ihre geografische Lage als Handelsknotenpunkt in Europa besonders interessant, da sie seltene Kontakte nachweisen zwischen Ost und West aufwiesen.

Sammler sollten den Kontext der Funde verstehen. Viele Münzen zeigen die Verbindung zu Byzanz oder dem Islam, was für Historiker heute wertvoll ist.

  • Rareity of Silver Hoards: Die meisten Exemplaren sind durch große Funde wie das Ladoga Schatz bekannt geworden und werden selten in Einzelstücken gehandelt.

Echtheitsprüfungen müssen sorgfältig durchgeführt werden, da es heute Fälscher gibt, die diese alte Ära vortuschen. Die historischen Werte liegen oft nicht auf einem Markt wie moderne Münzen, sondern sind für Sammler durch ihre Geschichtsträchtigkeit wertvoll.

Zusammenfassend bleibt dieses historische Gebiet von großer Bedeutung für alle Liebhaber numismatischer Geschichte. Es steht als Brücke zwischen den großen Kulturen der Weltgeschichte im Altertum und Mittelalter an einer Stelle, die bis heute nachhallt in Forschungsbildern und Sammlerlisten.

LIBERIA 5 Dollars 2000 Proof - Copper/Nickel - Basilica St. Peter - 2843
Verkauft für: $6.0
LIBERIA 5 Dollars 2000 Proof - Copper/Nickel - Basilica St. Peter - 2843
AUSTRALIA 1 Florin 1919 M - Silver 0.925 - George V. - 1481
Verkauft für: $12.0
AUSTRALIA 1 Florin 1919 M - Silver 0.925 - George V. - 1481
AUSTRALIA Sixpence 1948 - Silver 0.500 - George VI. - VF- - 1565
Verkauft für: $2.0
AUSTRALIA Sixpence 1948 - Silver 0.500 - George VI. - VF- - 1565
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