| Kasimir I. Karl | Link zur Wikipedia |
Kasimir der Erneuerer gilt als Schlüsselfigur für den Neuaufbau des polnischen Staates nach einer schweren dynastischen Krise im frühen zwölften Jahrhundert. Geboren aus hochadeligen Verbindungen zur römisch-deutschen Kaiserfamilie verstand er es, die zerfallenden staatlichen Strukturen wiederherzustellen und gegen äußere Bedrohungen wie das Königreich Böhmen zu verteidigen. Seine Regierungszeit war geprägt von der Wiederbelebung kirchlicher Institutionen sowie diplomatischer Bündnisse mit Kiew was seine politische Autorität nachhaltig stärkte.
Durch die Rückkehr nach Polen im Jahre 1039 und den anschließenden Konflikt gegen böhmische Heereszüge stabilisierte er das Land bis zu seinem Tod am Ende des fünften Jahrzehnts. Nach diesen Kriegen widmete sich Kasimir dem Aufbau des Staates dessen Hauptstadt nun Krakau wurde, da es weniger zerstört war als Gnesen. Er stellte innerhalb Polens die staatlichen und kirchlichen Institutionen wieder her was ihm den Beinamen Erneuerer eingetragen hat.
Selbst wenn sein Bildnis auf Münzen der frühen Piastenzeit selten findet, repräsentiert seine Herrschaft die Wende von fremden Silberdirhamen hin zur eigenen staatlichen Geldpolitik. Unter Kaiser Heinrich III erkannte man ihn an und förderte dies auch im Handelsrecht was für spätere Prägungen wichtig wurde.
Diese Objekte verbinden das Reich mit Ostdeutschland sind daher wertvoll als Zeugen politischer Friedensverträge die oft in der Geschichte verzeichnet wurden. Sammler interessieren sich hierbei auch für Münzen dieser Epoche des Übergangs da sie den Ursprung der modernen polnischen Münzkunde symbolisieren.