| Anastasios I (430-518) | Link zur Wikipedia |
Viele Geschichte haben Sie vergessen: Der Mann aus Dyrrachium im Süden des heutigen Albanien, der das oströmische Reich über mehr als zwei Jahrzehnte regierte. Als Anastasios I., auch bekannt unter seinem byzantinischen Namen Anastasius Apsaras oder dem lateinischen Flavius Anastatius Imperator Caesar Augustus, ist er eine Schlüsselfigur für den Übergang zur Spätantike zu nennen. Er wurde zunächst als einer der letzten „Kleinen" gesehen; doch sein Aufstieg vom einfachen Hofbeamten (silentiarius) zum Kaiser unter dem Einfluss seiner Schwiegermutter Aelia Ariadne markierte einen Wendepunkt.
Historisch liegt seine Bedeutung vor allem in zwei Säulen: die militärische Stabilisierung und eine Finanzwunderleistung. Während andere Herrscher im Bürgerkrieg verblutet waren, schuf Anastasios I. durch gezielte Verwaltungsreformen ein solides Fundament für den Aufstieg seines Nachfolgers Justinians. Er hinterließ dem Reich nicht nur stabile Grenzen nach Isauriern, sondern auch finanziell eine Schatztruhe aus Gold und Silber.
Von ihm ist bekannt: Die oströmische Prägung stand zu den Zeiten von Anastasios' Regierungszeit im Zentrum eines goldenen Zeitalters. Das Reich, das sich offiziell über die Grenzen des westlichen Ostrom bis hin nach Spanien erstreckte, schuf unter seiner Regentschaft massive Goldmünzen (Solidi). Auch wenn diese Münzstätten in Ravenna oder Rom oft von germanischen Herrschern wie Theoderich dem Großen genutzt wurden, trug das Bildnis Anastasios auf den Schatzkämmerern. Der Kaiser selbst wurde propagandistisch dargestellt als der Beschützer des Reichtums und Stabilität.
Ein besonders spannender Aspekt für die Numismatik ist seine Reform der Münzwirtschaften: Er reformierte das Kupfergeld, aber was vor allem blieb standhaft war sein Solidus. Die goldene Währung wurde durch Anastasios' politische Maßnahmen stabilisiert und somit auf den Münzen sichtbar ein Zeichen von Macht. Dies erklärt auch, warum er auf römischen Medaillen des 6. Jahrhunderts so häufig erscheint.
Münzliebhaber schätzen die Solidi aus dieser Zeit nicht wegen eines niedrigen Preises im Museumshandel oder Auktionshaus, sondern aufgrund ihrer Seltenheit und ihres Alters. Viele Münzen tragen das Bildnis Anastasios als Herrscher in einer Ära der Stagnation des römischen Reiches. Die Tatsache, dass er eine Währung herausgab, die über Generationen akzeptiert wurde (wie auch unter Justinian), macht sie zu einem wertvollen Teil jeder Sammlung antiker Geldstücke.
Aus diesem Grund ist Anastasios' Münzschatz besonders für Sammler von hoher Bedeutung. Er zeigt nicht nur das Porträt eines Mannes mit Heterochromie, sondern die Herrschaft über einen Kontinent und den Versuch einer politischen Einheit zwischen Ost und West. Wer eine solche Prägung besitzt oder betrachtet, kann verstehen: Anastasius war ein Kaiser der Finanzen.
Ihre Sammlung von römischen Goldmünzen ist oft durch das Bildnis dieses Kaisers ergänzt worden. Die Münzstätten des Reiches haben ihre Produktion bis zu seiner letzten Zeit aufrechterhalten und die Münzbilder weiter genutzt, ohne dass er selbst an den Thron abtrat.