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Karl II. (Parma)
2 Lira Kingdom of Italy (1861-1946) Silber Karl II. (Parma)
2 Lira Kingdom of Italy (1861-1946) Silb ...
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Karl II., Herzog von Parma (1799–1883): Geschichte und Münzprägung

Geschichtliche Einordnung

Karl Ludwig Ferdinand von Bourbon-Parma, auch bekannt als Karl II. im Kontext der Parmesischen Erbfolge, repräsentiert eine faszinierende Schnittstelle in der politischen Geschichte Norditaliens am Vorabend der nationalen Wiedervereinigung. Als Sohn des letzten Königs von Etrurien verkörperte er den Anspruch einer alten Dynastie auf Territorien, die durch Napoleonische Umdehnung und spätere Wiener Kongress-Verträge mehrfach neu vergeben wurden.

Ganz wie bei jedem historischen Herrscher war das Schicksal dieser Persönlichkeit untrennbar von der geopolitischen Instabilität des Kontinents. Seine Regentschaft begann bereits auf dem Hintergrund französischer Interventionen, erlitt eine Zwangspause unter Habsburgischer Verwaltung und endete mit einem flüchtigen Übergang an seinen Sohn inmitten revolutionärer Umbrüche Ende 1840er Jahre.

Münzen als historische Dokumente

Für den Münzsammler von Belang ist vor allem die Prägung in den bourbonischen Besitztümern Etrurien und Lucca/Parma relevant. Bevor er sich endgültig auf ein Privatleben im Ausland zurückzog, ließ Karl II. Geldstücke prägen, die nicht nur Wertmesser waren, sondern politische Manifestationen seiner Autorität.

  • Territoriale Zugehörigkeit: Seine Porträts erscheinen vorwiegend in den Münzämtern von Parma und Lucca sowie zeitweise für das Königreich Etrurien im Umfeld der spanischen Bourbonschen Erbfolgeverhältnisse.
  • Aktionszeitraum: Die eigentliche Prägung seines Bildnisses fällt in seine aktive Regierungsphase als Herzog vor 1849, also bevor er nach dem Abtreten zugunsten des Sohnes Karls III. und der politischen Druckumstände das Land verließ.
  • Zweck: Diese Münzen dienten dazu, die Kontinuität der Bourbon-Herrschaft in Italien zu betonen – besonders wichtig im Gegensatz zum aufkommenden nationalrevolutionären Geist des Risorgimento. Sie demonstrieren die dynastische Verbindung nach Spanien und Sardinien-Piemont.

Zahlenswerte Attraktivität für Sammler

Dass diese historischen Stücke eine gewisse Seltenheit ausmachen, liegt vor allem in der kurzen Dauer seiner effektiven Rückbesitzung Luccas und Parmas begründet. Durch die Absetzung 1847/49 brach das Haus Bourbons endgültig dort ab oder wurde durch den Einfluss Piemonts verdrängt. Sammler schätzen diese Numismatik besonders aufgrund ihrer einzigartigen künstlerischen Gestaltung, die typische Merkmale der norditalienischen Münzprägunst des frühen 19. Jahrhunderts aufweist.

Jede dieser Münzen erzählt eine eigene Geschichte: Sie zeigen einen Fürsten in einer Zeit des Umbruchs zwischen alter Ordnung und nationaler Einheit. Wer sie heute betrachtet, hält nicht nur Gold oder Silber fest, sondern einen Zeugen der europäischen Restauration. Die Darstellung eines Exilanten und späteren Privatmanns macht die Stücke zu mehr als bloßen Währungsträgern – sie sind historische Fragmente.

SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 3 Pfennige 1870 A - Gnther Friedrich Karl II. - 2988
Verkauft für: $8.0
SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 3 Pfennige 1870 A - Gnther Friedrich Karl II. - 2988
SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 1 Pfennig 1858 A - Gnther Friedrich Karl II. - 293
Verkauft für: $5.0
SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 1 Pfennig 1858 A - Gnther Friedrich Karl II. - 293
SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 1 Pfennig 1846 A - Gnther Friedrich Karl II. - 398
Verkauft für: $6.0
SCHWARZBURG SONDERSHAUSEN 1 Pfennig 1846 A - Gnther Friedrich Karl II. - 398
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