| Constans I (320-350) | Link zur Wikipedia |
Die Regierungszeit von Flavius Iulius Constans ist untrennbar mit der Umbruchphase des Römischen Reiches im frühen vierten Jahrhundert verbunden. Als jüngster Sohn Konstantins des Großen stand er für den Übergang zur rein dynastischen Thronfolge nach dem System Diokletians, doch seine Karriere endete tragisch in nur elf Jahren Augustusbewusstseins.
In Mailand etablierte sich Constans als Zentrum der westlichen Verwaltung und Hofhaltung. Während er dort für die orthodoxe Lehre eintrat und mit kirchlicher Prämienierung anging, versuchte er auf seinem Territorium, das Heer gegen germanische Überfälle zu sichern. Seine Münzprägungen spiegeln diese Spannung zwischen politischer Stabilität in Italien/Africa durch seine Präsenz im Westen und der Gefahr von Aufständen wie dem von Magnentius wider.
Schon als Kind wurde er unterrichtet, um rhetorisch versiert zu sein, was die Qualität seiner Briefe beeinflusste. Nach seinem Tod verzeichneten Münzstätten einen starken Rückgang an westlichen Prägungen im Vergleich zum Osten seines Bruders. Diese Unterschiede in der Metallqualität oder dem Gewicht der Denare sind wichtige Unterscheidungsmerkmale für fortgeschrittene Sammler und Numismatiker weltweit.
Münzen dieser Herrschaft wurden zu Lebzeiten geprägt, oft mit Fokus auf Mailänder oder gallische Mäntel. Besonders die Stempelwerke in Autun dokumentieren den Versuch des Kaisers, seine Autorität auch jenseits der Alpen durchzuhalten.
In diesem Zeitraum entstanden viele Stücke im Auftrag von Schatzmeistern wie Marcellinus, was einen Einblick in das Verwaltungssystem der kaiserlichen Finanzen bietet. Die Bildnisse auf diesen Geldstücken sind meist jung und zeigen den Kaiser mit einer Militäruniform oder dem Diadem des Augustus.
Sobald die Usurpation Magnentius ausbrach 350, brachen viele Münzstätten einheimisch in Gallien zusammen. Viele dieser Stücke wurden später als Gegenstand politischer Propaganda für andere Herrscher weiter geprägt. Diese Geschichte ist eng mit der politischen Unruhe des späten 4. Jahrhunderts verbunden und macht sie zu einem Dokumentarstück.