Willkommen

Johann Friedrich (Braunschweig-Calenberg)
24 Mariengroschen Heiliges Römisches Reich (962-1806) Silber Johann Friedrich (Braunschweig-Calenberg)
24 Mariengroschen Heiliges Römisches Rei ...
Diese Gruppe hat   6 Münzen / 6 Preise
  Johann Friedrich (Braunschweig-Calenberg) Link zur Wikipedia

Johann Friedrich (25. April 1625 – 28. Dezember 1679) Geschichte und Münzprägung

Johann Friedrich entstammte dem Hause der Welfen und prägte mit seiner ungewöhnlichen Lebensweise das politische Gesicht Norddeutschlands im siebzehnten Jahrhundert. Geboren als dritter Sohn in Herzberg am Harz, schlug er einen Weg ein, der die Norm jener Zeit weit überstieg: Nach umfangreichen Reisen nach Italien wandte er sich vom evangelischen Glauben ab und trat zum römisch-katholischen Bekenntnis über.

Historisch bedeutsam ist er vor allem als Begründer einer absolutistischen Herrschaft im Herzogtum Calenberg, die seine Vorgänger in dieser Weise noch nicht geübt hatten. Sein Wirken lässt sich am deutlichsten an den von ihm errichteten Bauwerken ablesen: Er gründete Herrenhausen zu seiner Sommerresidenz und etablierte das Leineschloss als Sitz fürstlicher Repräsentation, bevor sein jüngster Bruder Ernst August die Regierung übernahm.

Beziehung zur Münzprägung

In der Numismatik wird Johann Friedrich meist in Form von Regaliermünzen dokumentiert. Die Prägungen dieser Zeit entstanden zu seinen Lebzeiten zwischen 1665 und seinem Tod im Jahr 1679, mit dem Übergang des Landes an seinen Nachfolger verbunden.

  • Herausschreibende Autoritäten: Das Herzogtum Calenberg-Göttingen sowie kurzzeitig das Fürstentum Lüneburg nach der politischen Umwälzung von 1665. Die Prägungen sind typische Beispiele für die Übergangsphase vom Ständestaat zur zentralisierten Herrschaft.
  • Bildnis und Porträt: Das Herzogsporträt auf den Münzen dient der Legitimation seiner absolutistischen Ansprüche gegenüber den Ständen. Es markiert eine bewusste Hinwendung zu repräsentativen Standards, wie sie am Hof Frankreichs üblich waren, um die politische Gleichberechtigung im Reichswesen zu signalisieren.

Bedeutung für Münzsammler

Sammler dieser Epoche finden in den Prägungen Johann Friedrichs besondere faszination durch ihren historischen Kontext. Diese Gegenstände sind nicht nur Währungsträger, sondern Zeugnisse eines kulturellen und religiösen Wandels inmitten der protestantischen Lande.

  • Historische Einzigartigkeit: Die Münzen verweisen auf einen Fürsten in einer stark konfessionell geprägten Region (Niedersachsen/Hannover), die selbst Katholik wurde, jedoch tolerante Regeln für seine Untertanen einführte. Dieser Kontrast ist für Historiker wertvoll.
  • Pädagogischer Wert: Der Wechsel von einfachen Stempelbildern zu aufwendigeren Prägungen spiegelt den Aufbau des absolutistischen Staates wider, den Johann Friedrich mit französischen Geldmitteln förderte und der Hofstaat um Leibniz repräsentativ darstellte.

Für jeden Sammler bieten diese Münzen einen tiefen Einblick in die Architektur- und Herrscherideologie des frühen 18. Jahrhunderts, noch bevor das Leineschloss vollständig fertiggestellt war. Wer sich für niedersächsische Geschichte interessiert, wird an diesen Numismata deutlich den politischen Wandel am Beginn der Neuzeit erkennen.

MAINZ (German State) 3 Pfennig 1759 - Copper - Johann Friedrich Karl - 1036
Verkauft für: $14.0
MAINZ (German State) 3 Pfennig 1759 - Copper - Johann Friedrich Karl - 1036
MAINZ (German State) 3 Pfennig 1761 - Copper - Johann Friedrich Karl - 1034
Verkauft für: $14.0
MAINZ (German State) 3 Pfennig 1761 - Copper - Johann Friedrich Karl - 1034
MAINZ (German State) 3 Pfennig 1760 - Copper - Johann Friedrich Karl - VF - 1035
Verkauft für: $24.0
MAINZ (German State) 3 Pfennig 1760 - Copper - Johann Friedrich Karl - VF - 1035
Hilf Lucky Coin, Münzen zu klassifizieren! Zeigen beide Bilder dieselbe Münze?
|