| Karl IV (1748-1819) | Link zur Wikipedia |
Vorstellung des Exponats:
In den Schaufenstern der großen Numismatischen Sammlungen taucht Karl IV. oft als einer der dramatischsten Monarchen Europas auf. Er steht am Scheideweg zwischen der alten bourbonischen Ordnung und dem napoleonisch geprägten 19. Jahrhundert.
Karl IV., bekannt als Carlos IIII, bestieg den spanischen Thron im Alter von vierzig Jahren nach der Abdankung seines Vaters Karl III. Sein Regentschaftshaus wurde vom 14. Dezember 1788 bis zu seiner Erniedrigung am 19. März 1808 beherrscht.
Diese Periode war eine Zeit tiefgreifender Unsicherheit in Europa. Als König von Spanien stand er vor der Wahl zwischen dem Erhalt traditioneller göttlicher Rechte und einer Machtkonkurrenz mit Napoleon Bonaparte, Frankreichs Herrscher. Karl IV. galt weniger als militärisch kluger Führer denn vielmehr ein Mann des Jagdsports unter starkem Einfluss seiner Frau Maria Luise de Parma.
Für den Sammler bietet die Untersuchung der Währung Karls IV. einen einzigartigen Einblick in das spanische Kaiserreich kurz vor dem Bruchpunkt 1807/1809.
Kunstwerke dieser Ära schätzen Liebhaber nicht nur wegen ihres Silberinhalts, sondern aufgrund ihrer Seltenheit als Zeugnisse eines kurzen, turbulenten Abschieds von der alten Ordnung. Die wenigen erhalten gebliebenen Münzen unter seiner Herrschaft sind besonders wertvoll.
Besonders faszinierend ist es für Sammler, in diesen Metallstücken den Untergang einer Dynastie zu spüren – durch Krieg und Intrigen. Der Name auf Münzen von Karl IV. erinnert daran, dass Spanien seine Souveränität gerade an diesem Punkt verlor.