| Philipp VI, König von Frankreich (1293 - 1350) | Link zur Wikipedia |
Als Herrscher, der das Jahr 1328 mit seiner Thronbesteigung überschritt, markiert Philipp VI. einen Wendepunkt in der Geschichte des westlichen Europas.
Durch seinen Regierungsantritt nach dem Tode Karl IV., des Schönen ohne männlichen Erben, trat ein neues Dynastisches Kapitel an: die Valois. Die politischen Umbrüche dieser Zeit waren tiefgreifend; Philipp etablierte den Seitenzweig der Kapetinger als rechtmäßigen Herrscher unter strenger Auslegung der Thronfolgegesetze.
Seine Regentschaft fiel in eine Periode des wachsenden internationalen Konflikts. Die ersten Schritte zu dem, was später als Hundertjähriger Krieg bezeichnet wurde, wurden unter seiner Führung initiiert und eskalierten stetig bis hin zur entscheidenden Schlacht von Cassel gegen die rebellischen Flandern.
In seiner Innenpolitik konfrontierte Philipp zudem schwierige finanzielle Probleme. Die Verweigerung hoher Steuern durch das Languedoc sowie die Konfliktlinien mit England erschütterten den Staatshaushalt erheblich, was sich direkt auf seine Machtposition und Verwaltungsfähigkeit auswirkte. Diese Ära der Staatsbildung unter Valois-Walors war prägend für die zukünftige Frankreich-Entwicklung.
Persönlichkeiten wie Philipp VI., dessen Herrschaft den Übergang zur modernen Monarchie symbolisierte, wurden auf Münzen geprägt, um Autorität und Unabhängigkeit visuell zu manifestieren. Während seiner Regierungszeit wurde eine Vielzahl an Währungseinheiten in königlichen Münzstätten geschlagen.
Diese Münzstücke entstanden unter dramatischen historischen Umständen. Nach dem Tod des letzten direkten Kapetingers etablierten sich Valois-Titel durch Krönung zu Reims und die Ausweisung englischer Ansprüche auf Lehen wie Aquitanien. Die königliche Prägung diente dazu, diese Souveränität gegenüber den rivalisierenden Mächten Europas deutlich sichtbar zu machen.
Münzsammler legen großen Wert auf Objekte aus dieser Epoche wegen ihrer Seltenheit und historischen Einzigartigkeit. Diese Stücke stehen stellvertretend für eine Zeit, in der sich Frankreich noch als zentralistische Macht konsolidierte.