| Kim Il-sung (1912 - 1994) | Link zur Wikipedia |
Kim Il-sung steht für das Fundament der modernen nordkoreanischen Identität unter dem kommunistischen Regime des Landes, das er von 1948 bis zu seinem Tod führte. Seine Biografie umfasst den Widerstand gegen japanische Kolonialmacht in den 1930er Jahren sowie die Gestaltung eines autoritären Staates in einer isolierten geopolitischen Lage. Als der „Ewige Präsident“ wird seine Figur über das politische Leben hinausreicht und bleibt De-jure Staatschef, selbst nach seinem Verlassen des Throns im Jahre 1994.
In der Geschichte dieser Region spielen Währungen eine entscheidende Rolle als Instrument staatlicher Einflussnahme. Die Demokratische Volksrepublik Korea prägte und bringt bis heute Geldwerte heraus, auf denen das Porträt des Gründers zu sehen ist. Diese Darstellung begann noch während seiner Amtszeit und setzt sich fort nach seinem Ableben.
Die Gründe für dieses Vorgehen sind rein ideologischer Natur: Die Führungsmacht benötigt symbolische Mittel zur Legitimation ihrer Herrschaft, ähnlich wie im 19. Jahrhundert in Europa die Porträts von Monarchen auf Geldscheinen dienten. Im Fall Nordkoreas fungiert das Münzporträt als ständiges Bild der Unvergänglichkeit und des personenkultbasierten Glaubens an seine Führungsfähigkeiten.
Auf den Scheinen finden sich nicht nur sein Gesicht, sondern oft auch Industrieanlagen oder symbolische Darstellungen von Getreideernte. Die Umschläge spiegeln die Geschlossenheit der Nation wider und dienen als pädagogisches Werkzeug in einem Land mit stark eingeschränkter Freiheit des Ausdrucks.
Sammlern bietet diese Serie einen Einblick in eine abgeschottete Epoche der modernen Weltpolitik, abseits des westlichen Finanzmarkts. Wer hier sammelt, bewahrt nicht nur Währung, sondern dokumentiert die politische Rhetorik einer Führungsspitze mit dynastischem Anspruch und historischer Dauerhaftigkeit.