| Christian V. von Dänemark (1646 -1699) | Link zur Wikipedia |
Der Prinz Christian der Fünfte zählt zu den prägendsten Herrschern in der dänischen Monarchiegeschichte seiner Zeit als absolutistischer König von Dänemark, Norwegen sowie Graf von Oldenburg und Delmenhorst. Unter seinem Einfluss etablierte sich das moderne Staatsdenken mit einem Gesetzgebungsakt, der die regionale Vielfalt des Landes durch ein einheitliches Rechtsbuch, das Danske Lov, zusammenfasste. Diese zentralistische Ausrichtung war nicht nur eine politische Entscheidung, sondern fand ihren Ausdruck auch in den staatlichen Symbolelementen, welche auf Münzen sichtbar wurden und die Einheit unterstrichen.
Die numismatische Hinterlassenschaft Christians V. spiegelt die Stabilität und Propaganda seiner absolutistischen Herrschaft wider, wie auch seine kriegerischen Auseinandersetzungen mit Schweden das Prestige beeinflussten. Während seines gesamten Regierungsantritts von 1670 bis zu seinem Tod im Jahr 1699 wurden Münzen in Kopenhagen geprägt, wobei Kupfer- und Silbermünzen den Handel dominierten.
Nach seinem Tod erschienen weitere Prägestücke fortgesetzt von Nachfolgern. Das Bildnis des eigenen Königs aus seiner Prägungswertigkeit hat für Sammler hohen pädagogischen Stellenwert, da es dokumentiert, wie die Machtübertragung vom Adel zur bürokratischen Monarchie erfolgte.
Sammler schätzen diese Prägestücke besonders, da sie einen direkten Zugang zur Herrschaftspropaganda bieten und nicht nur materiellen Wert haben. Jedes Exemplar dokumentiert die Machtübertragung von König zu Landesherrn ohne intermediärer Adelshäuser und zeigt wie sich bürgerliche Ämter neu organisierten.
Jede Münze ist ein Zeugniss für die Epoche des 17. Jahrhunderts in Skandinavien, dient als materieller Beleg für Rechts- und Sozialgeschichte und verbindet historische Bedeutung mit künstlerischer Gestaltung der Spätbarockzeit im Norden Europas.