| Haakon VII. (1872 - 1957) | Link zur Wikipedia |
Historischer Hintergrund der Person: Haakon VII.
Traun Christian Frederik Carl Georg Valdemar Axel wurde am 3. August 1872 im dänischen Schloss Charlottenlund geboren. Als Prinz und später König von Norwegen, stand er in direkter Linie zum Geschlecht des ersten norwegischen Königs Harald I., jedoch als Abkömmling der Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg-Linie. Seine historische Bedeutung liegt vor allem im Jahr 1905 begründet: Nach dem Scheitern schwedischer Thronfolger und unter Vermittlung europäischer Mächte wurde Norwegen unabhängig von Schweden. Prinz Haakon, ursprünglich ein Kandidat aus einer britischen Verbindung durch seine Ehefrau Prinzessin Maud, nahm das Königsthron an. Er akzeptierte die Rolle eines konstitutionellen Monarchen in einem modernen demokratischen Staat und legte den Eid auf die Verfassung ab.
Krise und Widerstand: Der Zweite Weltkrieg
Herrschende Stabilität während des Krieges war nicht gegeben, da Deutschland Norwegen besetzte. Haakon VII., der das Königshaus symbolisierte, floh 1940 nach London ins Exil. Dort übernahm er die Funktion als geistiges Zentrum norwegischer Widerstandsbewegung bis zum Ende des Konflikts im Jahr 1945. Sein Rückkehr und Tod am 21. September 1957 in den königlichen Schloss Oslo markierten das definitive Ende einer Ära von starker Nationalidentität, geprägt durch eine Zeit der Selbstbehauptung.
Entstehung und Design der norwegischen Währung unter Haakon VII.
Münzen mit dem Porträt König Haakons wurden primär nach der Auflösung des schwedisch-norwegischen Unionsverhältnisses 1905 geprägt. Zuvor trugen die dänische Union und später das norwegische System in der Übergangsphase noch gemeinsame Attribute oder stilistische Merkmale von Schweden auf, doch mit seiner Krönung im Nidarosdom im Jahre 1906 etablierte sich ein eigenständiges Bildnis des Monarchen. Silber- und Kupfermünzen trugen seine Inschrift oft in norwegischer Sprache, ohne das dänische Flaggenmotiv der früheren Zeit zu zeigen.
Vergleich mit den Nachbarkönigreichen: Unabhängigkeit
Von historischem Wert für die Numismatik-Sammlung:
Sammler schätzen diese Schätze, da sie das Moment der staatlichen Identität fangen. Die Porträts auf den Geldstücken zeigen einen Monarchen in Uniform oder ziviler Kleidung als Schutzpatron einer noch jungen Demokratie und Widerstandsbewegung gegen äußere Einflüsse des Faschismus. Historisches Gewicht dieser Münzen liegt im Kontext von 1905 bis zum Kriegsende, nicht nur aufgrund seltener Varianten, sondern weil die Prägung direkt mit dem Wiederaufbau der nationalen Monarchie nach den Kriegen verbunden ist. Wer diese Stücke besitzt oder studiert, erhält einen authentischen Einblick in eine Epoche des Übergangs von einem Verbannten zu einem Symbol für Freiheit.