| Gordian III.(225-244) | Link zur Wikipedia |
Mit Gordians III., der von Februar bis Ende Mai im Jahr dreiundzwanzig nach dem Tod Maximinus Thrax den Thron beanspruchte, verbunden ist eine Zeit tiefgreifender Umwälzung in Rom. Die Historie überliefert ihn nicht nur als einen Herrscher während des Bürgerkriegs und Chaos kurz vor seiner vollen Machtauffassung unter Philippus Arabs.
Doch sein Aufstieg begann dramatisch im Jahr 238 nach der Usurpatoren-Morde Balbinus' und Pupienus'. In diesen Monaten wurden die Prätorianer zum Hebel für den Senat. Ein zentraler Aspekt seiner Regierungszeit war seine Abhängigkeit von Senatoren zunächst, später jedoch stark vom Einfluss des Ritter Gaius Furius Sabinius Aquila Timesitheus ab 241.
Gordian starb im Februar 244 nach einem Feldzug gegen den Partherkönig Schapur I., der Resaina besiegte, aber später bei Mesiche unterlag. Quellen lassen uns heute offen, ob er fiel oder ermordet wurde. Diese Ambivalenz prägen seine Figur in Geschichte.
Zu Beginn seiner Regierungszeit stand das Reich noch im Nachklang der Herrschaftsübernahme von 238. Gordian stabilisierte die Finanzen durch Steuerentlastungen und Spiele für Romer, gleichzeitig musste er aber mit Usurpatoren wie Sabinus kämpfen. Seine Ehefrau Furia Sabinia Tranquillina war Tochter des Prätorianerkommendanten.
Für Sammler sind diese Jahre von großer Wichtigkeit für die numismatische Forschung, da das Bildnis oft noch jugendlich und nicht vollendet ausgearbeitet ist. Die wichtigste Münzprägungs-Episode im Leben des Kaisers entstand während seiner Heirat mit Furia Sabinian Tranquillina.
Diese Münzen markieren einen Moment politischen Konsenses durch eine dynastische Verbindung zur Militärführung. Dies unterscheidet ihn von vielen anderen Kaisern jener Zeit und macht seine Münzserie besonders interessant für numismatische Spezialisten, die nach spezifischen Reversen suchen.
Münzsammler schätzen diese Stücke vor allem wegen ihrer Seltenheit und des historischen Kontexts. Die Porträt-Typologien zeigen die Entwicklung von der Kinderschaft zur Volljährigkeit, was durch den Typ 1 ohne Falten bis hin zum konzentrierten Blick im Typus späteren Stadiums erkennbar ist.
Jeder Fund einer solchen Denare aus dieser kurzen Regierungszeit dient als physisches Zeugnis für eine Periode des Umbruchs im Westen und Osten. Die Verbindung von militärischem Erfolg bei Resaina mit römischer Innenpolitik auf Gold oder Silber macht die Prägung zu einem wertvollen Lernobjekt.
Insgesamt gilt es, den Gordianus nicht nur als schwachen Herrscher unter Einflüssen abzubilden, sondern auch als wichtigen Knotenpunkt der späten Republik. Seine Münzstücke erinnern uns an diese Zeit des Umdenkens in Rom und bieten einen tiefen Einblick.