| Viktor Emanuel I. | Link zur Wikipedia |
Dieses Leben ist untrennbar mit der Wiederherstellung des Königreichs Sardinien nach napoleonischen Besatzungszeiten verbunden. Viktor Emanuel I., geboren in Turin, stieg unter schwierigen Umständen auf den Thron seiner Väter im Jahre 1802, nachdem sein Bruder abdankte und die Krone lediglich über das sardische Inselkönigreich verfügte. Er musste sich zunächst in Cagliari aus dem Exil begebenen zurückweisen bis zur Restauration. Sein Wirken steht symbolisch für die konservative Herrschaftsform in einer Zeit des radikalen Wandels, bevor seine Nachfolge durch liberalere Brudermänner geregelt wurde. Die historische Bedeutung liegt nicht nur im politischen Wandel seiner Regierungszeit zwischen 1802 und 1821 hervorzuheben, sondern auch der Wiedererlangung von Piemont und Savoyen nach dem Wiener Kongress.
Viktor Emanuel I. ist auf verschiedenen Prägungen des Hauses Savoyen vertreten, die in Turin sowie später anderswo geprägt wurden. Seine Darstellung erscheint primär auf silbernen und goldenen Kursmünzen während der Periode seiner direkten Herrschaft ab 1802 bis zu seinem Tod im Jahre 1824. Auch Münzprägungen von vorab gestrittenem oder Exil-Prägung aus Cagliari sind für Sammler relevant, da sie den politischen Status quo in einer Zeit französischer Dominanz widerspiegeln. Die Gründe für sein Porträt auf dem Geldstück liegen weniger im reinen Dekor als vielmehr darin, Souveränität und die Wiederherstellung der international anerkannten Grenzen nach 1815 visuell zu bekräftigen.