| Ludwig I. (Portugal) (1838 - 1889) | Link zur Wikipedia |
König Ludwig, oft Dom Luís genannt, regierte als souveräner Monarch des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha im Zeitraum von 1861 bis zu seinem Tod im Jahr 1889. Seine Thronbesteigung folgte auf den frühen Verlust seines Bruders Peter V., welcher kinderlos verstarb und Ludwig damit zum Erben der Krone bestimmte, was er erst kurz nach Vollendung des 23. Lebensjahres antreten musste.
In einer Epoche intensiver Industrialisierung und kolonialer Konkurrenz zwischen europäischen Mächten stand Portugal unter seinem Herrschaftssitz in Lissabon vor schwierigen wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen. Unter seiner Leitung wurde der Plan verfolgt, die afrikanischen Kolonien im Süden zu verbinden, doch dies kollidierte mit britischen Ansprüchen am Kap-Kairo-Plan.
Münzen dieses Herrschers spiegeln den Status der Monarchie wider. Während seiner Regierung wurden staatliche Zahlungsmittel wie Realstücke oder 20-Centésimos geprägt, die sein Porträt trugen. Die Produktion fand in Lissabon statt und diente zur Darstellung der internationalen Souveränität gegenüber Partnern im Handel.
Besonders relevant ist dabei das Datum des Todes des Königs. Da er während seiner gesamten Regierungszeit regierte und nicht abdankte, wurden die meisten Münzen zu seinen Lebzeiten geprägt. Dies unterscheidet ihn von späteren Regenten, deren Prägung oft auf Gedenkmünzen beschränkt war.
Münzsammler sind an diesen Stücken interessiert aufgrund des historischen Übergangs vom Imperium zur Republik in Portugal. Die Stücke dokumentieren die letzten Jahre der Kaiserzeit vor dem Umsturz und zeigen künstlerische Entwicklungsstände im 19. Jahrhundert.
Historisch bedeutsam sind Objekte, da sie den Niedergang einer Macht darstellen, die politisch wie militärisch mit Großbritannien scheiterte und dies auch auf dem Geldbildnis spürbar wurde.
Sie zeigen typische Bartformen der Zeit und sind als Zeugen für die Monarchie kurz vor Ende ihres Bestehens in Portugal unverzichtbare Quellen zur Erforschung von Währungen jener Epoche.