| Karl IX. (Frankreich)(1550 -1574) | Link zur Wikipedia |
König Karl der Neunte von Frankreich war ein entscheidende Persönlichkeit des Hauses Valois-Angoulême zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts in Europa geboren als dritter Sohn von Heinrich II und Katharina von Medici. Seine Herrschaft begann im Jahre 1560 nach dem Tod seines Bruders Franz. Die politische Lage innerhalb der Krone war instabil durch den Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten, doch er blieb auf den Thron sitzen bis zu seinem frühen Tode drei Jahre später.
Vom Standpunkt eines Numismaten betrachtet ist die Prägung im Königreich Frankreich während dieser Zeit einzigartig. Münzen mit dem Bildnis Karls wurden ausschließlich durch königliche Autorität herausgegeben. Während seiner Regierungszeit, als er oft noch jung und unter der Regentschaft von Katharina agierte, dienten diese gepräuten Stücke dazu, königliches Recht aufzuerlegen und Steuern für die Armeen in den Kriegen zu finanzieren. Das Porträt erschien meist gekrönt oder im Profil gehalten, um die Autorität des Königs auch in Krisenzeiten sichtbar zu machen.
Kunstnumismatikler schätzen diese Stücke für ihre Seltenheit und ihren historischen Kontext. Da Karls Lebenszeit kurz war und oft durch Kriegssituationen geprägt, wurden viele Prägungen in großen Stückzahlen produziert, doch erhaltenes Material ist selten gut konserviert. Die Verbindung von künstlerischer Darstellungsweise der Porträts mit dem politischen Hintergrund macht diese Stücke zu Dokumenten jener Zeit.
Sammler verbinden diese Objekte mit dramatischen historischen Ereignissen wie dem Blutbad von Vassy oder den Bartholomäusnacht. Für einen Besucher einer Ausstellung ist es wichtig zu wissen, dass Münzen dieser Zeit nicht nur Geld waren, sondern Werkzeuge der Kommunikation zwischen Macht und Untertanen unter Umgehung verbaler Zensur in Kriegszeiten.