| Friedrich VI., König von Dänemark (1768 -1839) | Link zur Wikipedia |
Zwischen den Kontinentallagen des napoleonischen Krieges stand Friedrich IV., der spätere König von Dänemark und Norwegen, als stabilisierender Faktor für sein kleines Nordseelandlandstaat. Geboren am Abend in Kopenhagen, wuchs er zunächst unter ungewöhnlichen Verhältnissen auf. Als Kind des Königs Christian VII. durchdrang die Geisteskrankheit seines Vaters den dänischen Hof, was seine Mutter veranlasste, mit dem Reformator Struensee zu schmieden und ihren Sohn der Aufklärung zugänglich zu machen. Diese Zeit prägte das Bewusstsein für Freiheit und Bürgerrecht, Themen, die später auf vielen Staatssymbolen ihre bleibende Spur hinterließen.
Die politische Karriere des Herrschers verlief in zwei deutlich verschiedenen Phasen. Zunächst trat er 1784 als Kronprinzregent auf, um nach dem Tod seiner Mutter zu regieren. In dieser frühen Phase leitete er mit Unterstützung liberaler Minister eine umfassende Reform der ländlichen Verhältnisse ein und löste die Leibeigenschaft ab. Die Machtübernahme durch den Vater Christian VII., gefolgt vom eigenen Regierungsantritt 1808, brachte ihn jedoch in eine schwierige militärische Situation.
Schwerpunkte seiner Amtsführung umfassten:
Nach dem Verlust Schleswig-Norwegens im Wiener Kongress konzentrierte er sich auf die Stabilisierung der Reststaaten. Die Regierungsführung endete mit seinem Tod 1839, ohne männliche Erben zu hinterlassen.
Friedrich VI., genannt Frederik im Norden, lässt Münzporträts über den gesamten Verlauf seiner Regierungszeit erkennen. Während seines Regens wurden in Kopenhagen Silber- und Kupfermünzen geprägt, die oft sein Portrait zeigen oder zumindest seinen Namen tragen müssen.
Münzsammler schätzen diese Stücke aus mehreren Gründen. Erstens repräsentieren sie eine Übergangsphase in Europa von monarchischen Strukturen zu neuen Verfassungen wie im Reichsgesetz 1849 für Dänemark, das erst nach seinem Tod folgte.
Zu Lebzeiten wurde der Staat mehrfach durch die Bankrottprobleme beeinflusst. Die Münzinschriften und Wappen veränderten sich daher oft im Verlauf der Kriegszeit, was für Numismaten sehr wertvoll ist.
Sie zeigen eine Zeitperiode zwischen Klassizismus und späteren romantischen Einflüssen in der dänischen Kunst. Dies hilft Sammlern beim Verständnis des historischen Stils von Bildhauer-Grabstein, die ebenfalls zu dieser Dynastie gehörte.
Eine solche Sammlung bietet einen visuellen Zugang zur Geschichte Dänemarks und Norwegens in den ersten Jahren nach der Napoleonskriegen Ära. Das Bildnis eines Herrschers, ohne direkten männlichen Nachfolger, wird besonders durch seine Frau Wilhelmine bekannt.