| Constantius II(317 - 361) | Link zur Wikipedia |
Konstantinische Dynastie: Der letzte der Konstantiner-Söhne als Kaiser im Osten und ganzes Reich.
Nach dem Tod des Großvaters Constantius Gallus (Constans) stieg Constantius II. zur Macht auf, doch seine Regierungszeit war geprägt von Krieg und inneren Konflikten. Von den zeitgenössischen Quellen wurde er oft als schwacher Herrscher dargestellt, da Bürgerkriege um ihn ausbrachen und die Grenzen bedroht waren. Dies liegt vor allem am Wirken des Usurpators Magnentius im Westen, der 350 seinen Weg zum Thron schlugen und sich auch christlich orientierte. Constantius musste diese Herausforderung meistern, ohne sein Reich zu verlieren.
Somit war er eine zentrale Figur für die Weiterführung seiner väterlichen Politik. Während Konstantin I. das Christentum förderte, trieb Constantius II. diesen Prozess weiter voran und löste Konflikte wie den arianischen Streit umgehend. Er regierte von Antiochia am Orontes aus eher als Feldherr denn als Hofkaiser in Byzanz (Konstantinopel).
Münzen mit Constantius II., wie Solidus und Follis, wurden von der zentralen Behörde des Ostteils sowie im Westen geprägt. Während er lebte schufen seine Prägestätten eine neue Bildsprache: Seine Porträts zeigten sich oft junger, militärisch gekleidet Mannes, was die Ernsthaftigkeit seiner Lage unterstreichen sollte.
Sobald sein Tod eintrat (361), ging das Herrschaftsrecht an seinen Neffen Julian über. Die Münzprägung diente fortan als politisches Werkzeug: Sie legitimierten seine Thronnachfolge und dokumentieren den Übergang der Ära. Auch nach seinem Tod erschienen Münzen, die oft in anderen Ländern wie Konstantinopel geprägt wurden oder durch ihn signiert waren.
Sammler finden diese Stücke wegen ihrer Seltenheit in bestimmten Stücken interessant, besonders wenn sie aus der Zeit nach 350 stammen. Die Münzprägung ist wichtig für Experten und Laien, um politische Ereignisse zu dokumentieren und die christliche Ausrichtung des Reiches unter Constantius II. besser zu verstehen.