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1 Follis Byzantinisches Reich (330-1453) Bronze Konstantin VIII (960-1028)
1 Follis Byzantinisches Reich (330-1453) ...
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Byzantinisches Reich: Geschichte, Münzprägung und Sammlerstücke

Historischer Hintergrund

Eine Betrachtung der historischen Entwicklung dieses mächtigen Imperiums erfordert einen Blick über die Grenzen des politischen Machtbereichs hinaus. Das Byzantinische Reich steht für eine einzigartige Synthese aus römischem Staatswesen, griechischer Kultur und christlichem Glaubensbekenntnis. Während das westliche Roms in den Wirren nach 476 seine politische Kontinuität verlor, blieb die östliche Hälfte stabil genug, um bis ins fünzehnte Jahrhundert weiterzuleben. Diese Stabilität basierte auf einem komplexen System aus Handel und Verwaltung, welches Ressourcen aus Kleinasien, Syrien und Ägyptern in das Kernland Kanstaninopels fließen ließ.

Von Konstantins Entscheidung zur Reichsteilung bis zum Untergang durch osmanische Kräfte im Jahre 1453 bildete dieser Zeitraum über tausend Jahre Kontinuität. Die wirtschaftliche Grundlage des Staates lag zunächst in der Kontrolle wichtiger Handelsrouten zwischen West und Ost. Später, als die Provinzen verloren gingen, verlagerte sich das Schwerpunkt auf eine defensive Strategie innerhalb eines kleinerer territorialen Runds. Diese Entwicklung prägte stark auch den Finanzapparat des Reiches.

Geschichte von Währung und Münzprägung

Die Geldgeschichte dieses Imperiums war eng mit seiner kulturellen Identität verbunden. Lange Zeit galt das Goldstück Solidus als universelle Handelsware, welches fast keinen Wertverlust erlitt über die gesamten Jahrhunderte hinweg. Dies ermöglichte eine ständige Standardisierung des Wertsystems unter den Kaisern Justinian und späteren Herrschern.

Jedoch mit der Ausdehnung nach Westen bis Spanien Italien wurde auch Silber verwendet, bevor das Gewicht dieser Metalle abnahmen während der arabischen Eroberungen im siebenten Jahrhundert. Die Einführung neuer Kupfermünzen diente als Kompensation für fehlendes Geldmittel zur Armee und Verwaltung in schwierigen Zeiten.

In späteren Phasen des achten Jahrhunderts kam es zu einer massiven Verwässerung von Silbermünzen während der Münzreformen nach dem Verlust bedeutender Gebiete. Dies zwang den Staat auf neue Strategien zur Finanzgewinnung durch Handel mit westlichen Mächten um ihre Geldmittel zu erhalten.

Mit Beginn des elften Jahrhunderts wiederholte sich ein Wandel bei der Metallproduktion, wobei das Goldgewicht teilweise stabilisiert wurde unter Kaisern wie Romanos III. Dies war notwendig geworden weil die Nachfrage von Kaufleuten und Pilgern an den Heiligtümern in Jerusalem stetig zunahm.

Münzstätten und Münzproduktion

Hauptort der Produktion blieb Konstantinopel, wobei sich die Prägemöglichkeiten innerhalb des Großen Palastes befanden bevor Sicherheitsprobleme nach einer Verlegung an den Stadtrand erforderlich wurden. Die technischen Fähigkeiten dieser Werkstätten waren hoch entwickelt.

  • Mittels moderner Stempeltechniken konnten Millionen von Goldmünzen pro Jahr produziert werden.

In späteren Jahrhunderten entstanden lokale Mätzte in Antiochia und Thessalonike. Der künstlerische Ausdruck veränderte sich im Laufe der Zeit grundlegend vom militärischen Porträt des Herrschers hin zu symbolischer Darstellung des Kaisers als Stellvertreter Christi.

Bedeutende Münzen

Für den Sammler bieten die solidi unter Justinian I einen faszinierenden Einstieg in das Reich. Das Bildnis der Kaiser zeigt oft noch lateinische Inschriften und klassische Motive wie Siegesphyrnen im Umkreis.

Eine weitere Kategorie sind die sogenannten Follis aus Kupfer oder Bronze aus späteren Jahrhunderten welche den Alltag der Bevölkerung widerspiegeln. Diese wurden an Handlochköpfen von Arbeitern gefunden in Ägypten was auf intensive Handelsaktivitäten hinweist zwischen Rom und dem Orient.

Kulturelles Erbe

Für Sammler

Hier endet die einfache Erzählung eines Historikers. Für den Kenner bedeutet diese Sammlung weit mehr als nur Besitz von Metallgegenständen.

Jeder Fundort erzählt eine Geschichte über die Handelsrouten und wirtschaftlichen Beziehungen der Vergangenheit. Die Inschriften auf den Münzen wechseln zwischen Griechisch, Latein und manchmal auch Armenisch was auf die Vielfalt des Herrschaftsgebietes hinweist.

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