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Artaxiad dynasty (190BC - 12AD)
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Armenien: Geschichte, Münzprägung und Sammlerstücke

Historischer Hintergrund

Eine faszinierende Epoche der Menschheitsgeschichte ereignete sich im Kaukasus-Gebirge zwischen Mittelmeer und Asiatem Meer. Dort entstand ein Reich an der Schnittstelle von Kulturen, das durch seine politische Resilienz bekannt wurde: Armenien unter den Artaxiden. Die Dynastie begann ihre Herrschaft in einer Zeit des Umbruchs für das alte Perserreich, nachdem Seleukos I. Nicator sein Imperium inszeniert und die römischen Mächte im Osten Fuß gefasst hatten.

Zu Beginn war Armenien kein abstraktes Konzept auf Karten zu finden, sondern ein Raum voller Identitäten, der durch Eroberungskriege geprägt wurde. Artaxias I., als Gründer dieser Dynastie, wusste genau das Wesentliche eines Staates auszunutzen: Ein Land benötigt eine eigene Stimme und Währung, um sich von den Großmächten nicht einfach nur zu einem Vasallenstaat erniedrigen zu lassen. Die Expansion des Reiches unter seinem mächtigsten Nachfolger Tigranes II. brachte Armenien an einen Punkt, wo es zwischen dem Romischen Reich und dem parthischen Machtbereich stand.

Diese geopolitische Zwickmühle prägte das Leben der Menschen tiefgreifend mehr als die Kriege selbst. Es waren Zeiten intensiver Handelsbeziehungen mit Syrien und Ägypten ebenso wie diplomatische Manöver gegen Byzanz und Indien. Die Bevölkerung des Landes, meist armenischsprachig im Alltag, lebte in einer Welt, die griechische Philosophie mit iranischen Traditionen verbandt hat.

Für einen Sammler bedeutet dieser Hintergrund mehr als nur eine Liste von Schlachten; es ist der Kontext für das Geld, das man in den Händen hält. In dieser Zeit war Armenien eines der wenigen Gebiete auf dem gesamten Planeten, wo Silber und Gold nicht nur Mittel des Tauschs waren, sondern selbst Träger kultureller Botschaften zwischen zwei Welten wurden.

Geschichte von Währung und Münzprägung

In den frühen Jahrhunderten nach Christsein war das Geldwesen in der Gegend noch stark regional geprägt. Die lokalen Stämme nutzten oft einfach getauschbare Güter oder lokale Barren, bevor die Artaxiden-Dynastie ein einheitliches System schuf.

Mit dem Aufstieg Tigranes II., des Großen im Jahre 95 v.Chr., änderte sich alles. Armenien wurde zum mächtigsten Reich östlich von Rom und damit zu einem Drehkreuz für Warenströme vom Indus-Becken bis nach Kleinasien.

Dieser wirtschaftliche Boom erforderte eine Währung, die Vertrauen schürte: Münzen waren im ganzen römischen Kaiserreich nicht nur beliebt als Zahlungsmittel. Sie dienten auch der Propaganda und dem politischen Druck auf andere Herrscher. Als Tigranes das Angebot der Seleukiden zurückwies oder mit Rom umzugehen lernte, prägte er seine eigenen Silberruinen.

Diese Münzen waren oft besser verarbeitet als in den meisten Nachbarregionen gefunden wurden. Sie dienten dazu, Handel und Regierung zu stärken. Wenn man eine Artaxia-Münze findet, die ein griechisches Pferd zeigt, ist das nicht nur dekorativ; es signalisierte dem Handelspartner: „Ich bin der Teil eines kulturellen Kreises des Griechentums im Osten." Im anderen Fall zeigten Münzen mit orientalischen Motiven den Widerstand gegen westliche Einflüsse.

Auf diese Weise entwickelten sich die Währungen. Die Regierung nutzte das Geldwesen, um ihre Autorität über weite Gebiete zu etablieren. Es gab Zeiten in der Geschichte Armeniens, in denen Silber sehr wertvoll war und goldene Stücke selten, aber hoch angesehen waren.

Münzstätten und Münzproduktion

Die Herstellung dieser historischen Schätze fand oft in Städten statt, die heute kaum noch existieren. Die wichtigste Münzstätte der Frühzeit befand sich im Herzen des armenischen Hochlandes bei Artashat, dem ersten Hauptort.

Mit zunehmender Macht wurden weitere Zentren erschlossen, darunter Tigranocerta, eine Stadt, die von Tigranes II. als neue Residenz gegründet wurde und auf strategisch wichtigen Wegen gelegen war. Die Produktion dort entsprach den neuesten Techniken der Antike: Münzen wurden zwischen Handtrommeln geschlagen.

In diesen Werkstätten arbeiteten Kunsthandwerker, die griechische Meisterwerke gesehen hatten, doch ihre Werke brachten oft eine lokale Farbe mit sich. Ein besonders interessantes Merkmal war die Art und Weise, wie Bilder von Tieren – vor allem Pferden und Ziegenbösen – dargestellt wurden.

Besonders bemerkenswert ist der Einfluss des Parthischen Reiches auf die Münzproduktion in Armenien gegen Ende des 1. Jahrhunderts v.Chr., als die Dynastie schwächer wurde. Man begann, persische Symbole zu verwenden und den Stil änderte sich von dem griechisch-römischen Typik ab, um mehr mit der Nachbarkultur zu harmonieren.

Für Sammler bedeutet dies eine enorme Vielfalt innerhalb kurzer Zeiträume. Münzen derselben Stadt zeigen verschiedene Stile über ein Jahrzehnt hinweg – wie das Wetter im selben Jahr für die Menschen des Landes.

Bedeutende Münzen

In der Sammlung jedes ernsthaften Antiquitätenliebhabers findet man oft Exemplare von Tigranes II., dem Großherzog. Eine dieser Hauptstücke ist der Silberstater mit Pegasus als Reittier auf einer Seite und einem Zeus-Ammon-ähnlichen Gott.

Betrachtet man diese Münzen, entdeckt man die Kunstfertigkeit: Der Kopf wurde oft detailliert gearbeitet, während das Pferd in vollem Galopp dargestellt wurde. Diese Darstellungen sind Symbole der armenischen Macht; sie zeigten Stärke und Freiheit gegenüber anderen Reichen.

Auch später prägten andere Könige wie Artavasdes oder Tigranes kleinere Denominationen für lokale Transaktionen. In dieser Zeit war das Geld oft einfacher gestaltet, mit weniger ornamentalen Details.

Vom künstlerischen Standpunkt sind Münzen von König Tigran IV und Erato besonders interessant; sie markieren einen Wendepunkt im Übergang zur Römisch-Parthischen Ära als sich die Artaxiden-Dynastie dem Ende näherte. Die Gestaltung dieser letzten Stücke spiegelt den Verlust der Unabhängigkeit wider, während frühere Münzen noch eine glänzende Zukunft anzeigten.

Kulturelles Erbe

Das armenische Gold und Silber sind Zeugnisse einer einzigartigen kulturellen Blütezeit. In dieser Zeit waren griechisches Gedächtnis mit iranischer Religion vermisch worden, was sich in der Kunst ausdrückte.

Münzen dienten nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch zur Bewahrung von Traditionen und Symbolik über Generationen hinweg. Man kann die Entwicklung eines Staates an seinen Münzstücken ablesen, vom Aufsteigen bis zum Niedergang unter Römischen Einfluss.

Sie zeigen eine Identität des Landes: Armenien hat sich immer bewahrt trotz der Umstände von Eroberern und Mächten.

Für Sammler

Auf einem Markt in London oder Zürich sind solche Stücke heute begehrt, nicht wegen ihres materiellen Wertes sondern wegen ihrer kulturellen Geschichte. Eine Münze vom Königshof ist wie ein Fenster zum Leben jener Zeit; sie zeigt die Welt so, als wäre es eine Kunstinstallation.

Sammler suchen nach den besten Stücken des Landes: Armenien in dieser Epoche ist eines der faszinierendsten Beispiele für das Zusammengehen von östlichen und westlichen Traditionen. Jede Münze erzählt ihre eigene Geschichte; einige zeigen triumphierende Siege, andere zeichnen die Kriege gegen Rom oder Parthien.

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