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Eritrea: Geschichte, Münzprägung und Sammlerstücke

Von der antiken Hochkultur am Horn von Afrika bis zur modernen Stadt Asmara – die Geschichte Eriteras ist eine Geschichte des Handels über das Rote Meer.

Begrüßte Besucher im Nationalmuseum, liebe Freunde historischer Sammlungen und Kenner der Geldgeschichte willkommen. Heute stelle ich Ihnen ein Land vor, dessen numismatische Bedeutung weit über die geografischen Grenzen hinwegstrahlt. Eritrea ist nicht nur eine Nation auf dem afrikanischen Kontinent; es war einst ein riesiger Handelsknotenpunkt zwischen Asien, Europa und Afrika. Die Münzen aus diesen Regionen erzählen davon, wie Kulturen sich gegenseitig beeinflussten.

Historischer Hintergrund

Zur Geschichte Eritreas gehören die Hochlande, in denen das Königreich Aksum blühte – eine Zivilisation von enormer Ausdehnung und Bedeutung. Im antiken Äthiopien war es ein starkes Machtzentrum mit Einfluss bis Indien heraufzudenken. Die Römer kannten den afrikanischen Raum gut, da sie die Münzen der Könige dort schlugen oder eigene im Land verteilten, um Währung für Handel einzuführen.

Viele dieser Goldmünzen wurden in den Bergbauregionen selbst geprägt – hier lagern noch heute Funde aus jener Zeit. Die Region war Teil des römischen Welthandelsnetzes. Der Handel florierte nicht nur mit Sklaven, sondern auch mit Textilien und Gewürzen. Eritrea bot Zugang zum Rote Meer als wichtige Route zu Indien über den Indischen Ozean.

Auch die arabischen Einflüsse spielen eine große Rolle in der Geschichte des Landes im Süden. Vor allem entlang der Küste gab es immer wieder Konflikte zwischen muslimischer Bevölkerung und christlichen Herrschern, was auch durch Währungspolitiken sichtbar wurde – vor den Kolonialzeiten.

Geschichte von Währung und Münzprägung

Einerseits prägte die lokale Wirtschaft in Asmara und im Binnenland eigene Metallwährungen. Während des Aksumischen Reiches wurden Goldstücke geprägt, die oft reinen Inhalt besaßen und mit einfachen Kreuzmotiven versehen waren. Diese Zeichen sind typisch für orthodoxe Christentum und verbinden den Glauben direkt mit der Währung.

In späterer Zeit kamen Silbermünzen aus dem Orient nach Eritrea. Der Handel über Massawa brachte Dirhame von Damaskus oder Basra in großer Menge an, welche auf den lokalen Märkten zirkulierten. Es gab keine zentrale Prägung im Sinne moderner Nationen – das System war dezentral und stark vom internationalen Markt abhängig.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam die italienische Besatzungszeit hinzu. Die Macht übernahm Italien als Kolonialmacht. Hier wurde erstmals ein nationales Währungssystem eingeführt, zunächst im Rahmen einer lokalen Verwaltungskontrolle bis zur vollständigen Kontrolle durch Rom oder Venedig.

Münzstätten und Münzproduktion

In Eritrea gab es keine großen industriellen Prägeanstalten wie in Europa. Im Inneren der Hochländer war die Handarbeit vorherrschend, aber auch kleine Werkstätten im Umfeld von Handelszentren existierten.

  • Massewa: Hier stand als Hafenstadt schon vor italienischer Besetzung ein wichtiges Prägezentrum für den Import und Handel mit Silbermünzen aus dem Osten. Die Stadt diente auch als Lagerplatz für Schätze, die von Schiffen in See gesetzt wurden.
  • Aksum: Das Zentrum im Hochland wurde lange Zeit zum Brennpunkt der Prägung. Hier lagen riesige Goldreserven und es gab traditionelle Schmiedearbeiten.

Mittlerweile war die Münzprägekunst von Handwerkern beeinflusst durch ihre Umgebung – etwa christliche Künstler oder islamische Händler, die verschiedene Motive einbrachten. Die Technik der Prägung blieb dabei einfach, das Metall jedoch hochwertig vor allem bei Goldstücken.

Bedeutende Münzen

Zu den bedeutendsten Stücken zählen ohne Zweifel jene antiken Goldmünzen aus dem Norden des Landes – etwa 50.000 davon waren in der jüngeren Zeit an archäologischen Fundstellen im Hochland Eritreas entdeckt worden.

Aksumitische Goldstücke

Diese Münzen zeigen einfache Kreuzsymbole und den Namen des Herrschers auf dem Rand oder am Rande. Sie galten als Währung für Handel nach Asien, aber auch im Inland wurden sie geschätzt. Diese Stücke sind heute oft in Auktionshäusern vertreten.

Silber Dirhame

Auf der südlichen Küste und an den Häfen waren Silbermünzen üblich – meist importiert aus dem Osten oder Arabien. Sie wurden von lokalen Händlern aufgeteilt, um Waren zu kaufen oder als Zahlungsmittel für die lokale Bevölkerung genutzt.

Kulturelles Erbe

Jede Münze ist ein Stück Geschichte und Kultur des Landes selbst. Die Motive zeigen oft das Kreuz aus dem Christentum in Nordafrika sowie islamische Symbole wie den Halbkreis oder arabeske Ornamente, die durch Handel importiert wurden.

Symbole der Herrscher

Auch wenn heute keine staatliche Münzstätte existieren – früher trugen Königssiegel diese Prägungen. Sie dienten auch als Machtbeweis über den Handel und Reichtum der Region.

Für Sammler

Eiterrea bleibt für numismatische Liebhaber interessant, besonders wegen des antiken Materials aus dem Innerland. Die Goldstücke sind selten geworden, aber hochrelevant im Preiswert von historischen Währungen weltweit.

Auch die Silbermünzen aus der Hafenstadt Massawa haben ihre Geschichte als Handelsplätze zwischen Afrika und Europa hinterlassen – sie zeigen den kulturellen Austausch über das Rote Meer hinweg.

Fazit

Eritrea ist ein Land mit einer bewegten Vergangenheit, wo Währung immer auch eine Sprache des Handelns war. Sammler sollten auf Funde achten und deren Kontext betrachten – nicht nur nach Preiswerten zu gehen!

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