| Wladimir I. (958 - 1015) | Link zur Wikipedia |
Von einem Fürst der Wolost bis zum Heiligen der orthodoxen Kirche entwickelte sich Wladimir zur zentralen Figur des Ostslavischen Raumes auf dem Dnjepr. Seine Regentschaft erstreckte sich über einen Zeitraum, in dem die Grenzen Europas neu gezeichnet wurden. Als Begründer der Christianisierung und als unifizierender Herrscher von Kyjiwer Rus gilt er für den Historiker Serhii Plokhy bis heute als Symbol des russischen Anspruchs auf das kulturelle Erbe sowie Identitätsmarker Ukrainiens.
Für Numismatiker bietet die Epoche unter seinem Namen eine spannende Mischung aus Spärität und späterer Würdigung. Während echte zeitgenössische Münzen der Kievan Rus mit dem Bildnis des Großfürsten von seiner Amtszeit kaum im Vergleich zur Byzantinischen Silberwährung überliefert sind, existieren zahllose Gedenkmünzen sowie staatliche Banknoten aus späteren Jahrhunderten.
In der historischen Abfolge entstanden Münzstücke in den aufkommenden Nachfolgestaaten. Besonders hervorzuheben ist die moderne Prägung durch das Reich Russisch und dessen Fortsetzer, sowie später unabhängig von der Ukraine.
Kunstsinnig dargestellt zeigt eine moderne Bronze-Statue ihn mit Schwert und Kreuz. Diese Plastik inspiriert ebenfalls Sammler, wenn auch primär numismatische Objekte sind es die kleinen Silberstücke moderner Prägung oder seltene Fundmünzen aus späteren Jahrhunderten.
Sammlern ist der Besitz von Wladimir-Materialien besonders wertvoll wegen ihres pädagogischen Gehalts. Eine Münze mit seinem Namen stellt weniger nur ein Zahlungsmittel dar, sondern vielmehr eine historische Urkunde staatlicher Prägung im Nachgang.
Fazit ist klar: Wer den Weg zu Wladimir I. betritt, sucht mehr als nur Metall. Er sammelt ein Stück der Zivilisationsgeschichte Europas selbst im Dnjepr-Becken vorfindet.