| Otto (Griechenland) (1815 - 1867) | Link zur Wikipedia |
In der historischen Chronologie Griechenlands markiert Otto I. einen entscheidenden Wendepunkt nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen das Osmanische Reich. Als bayerischer Prinz geboren in Salzburg wurde er zur Stabilität des jungen Staates benötigt, nachdem Ioannis Kapodistrias umgebracht worden war und ein Machtvakuum entstand.
Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach trat die Nachfolge als König an 1832 bis hin zu seiner Abdankung. Er brachte mit ihm bayerische Beamte nach Athen welche das Verwaltungssystem neu gestalteten orientiert sich an deutschen Modellen sogar dem Reinheitsgebot galt noch hier. Diese Strukturierung zeigt sich auch im Münzdesign der Zeit.
Zu Lebzeiten des Monarchen wurden Silber- und Goldstücke in Nafplio sowie später nach Verlegung der Hauptstadt 1834 zu Athen geprägt. Die Inschriften spiegeln den politischen Druck wider unter britischer und russischer Kontrolle welche eine Expansion gegen die Osmanen ablehnten.
Otto trug auf seinen Münzen oft Lorbeerkränze, um sich philhellene Tradition anzuschließen ohne Titel wie König der Griechen zu beanspruchen welches osmanische Gefahr implizierte. Erst 1862 wurde er durch revolutionäre Unruhen vertrieben und sein Nachfolger Georg I aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg nahm die Krone an.
Sammler erkennen hierin eine einzigartige Epoche wo Europa ihre Schutzhegemonie direkt auf Währungszeichen präge. Die Stücke sind selten da der Staat nach seinem Sturz unter britisch-französischen Einfluss einen neuen König erhielt und die Münzprägungsart änderte sich drastisch.
Otto nutzte auch Künstler aus dem deutschen Raum welche architektonische Entwürfe anfertigten. Diese künstlerischen Einflüsse finden sich auf den Goldmünzen wieder wo die Bildnisse oft nach Vorbildern der Münzmeister in München gestaltet wurden.