| Oskar II. (Schweden) (1829-1907) | Link zur Wikipedia |
In der historischen Stundenuhr Schwedens prägt Oskars Regierungszeit einen Abschnitt des Übergangs von absolutistisch geprägten Herrschaftsformen hin zu parlamentarischer Monarchie. Der Kronprinz, später König Oskar II., war nicht nur Anführer einer Dynastie, sondern galt auch als Förderer freier Wissenschaften und Literatur, was seine Prägehistorie besonders interessant macht für Numismatiker dieses Kontinents.
Schwerpunkt seiner Herrschaft fällt auf die Spätmonarchie, eine Epoche intensiver diplomatischer Manöver im Zeichen der deutschen Einigungspolitik vor dem Ersten Weltkrieg. Oskar II., gebürtiger Herzog von Östergötland aus dem Haus Bernadotte trat nach seinem Bruder Karl XV als neuer König an und behielt diesen bis zu seinem Tode in Schweden 1907 inne.
Diese dreißigjährige Regentschaft war geprägt von Bemühungen um das Ansehen des Königtums, doch nur zum Teil erfolgreich aufgrund der Wahlrechtsfrage und inneren Unruhen. Münzen mit dem Bildnis dieses Herrschers zeugen von einer politischen Epoche, die sowohl auf inneren Reformbestrebungen als auch internationaler Allianzpolitik basierte.
Münzen mit dem Brustbild wurden während seiner Regentschaft ausgegeben. Während der Prägezeit erschienen seine Porträts vorrangig auf Silbermünzen wie dem Riksdaler oder Goldstücken des Königreichs.
Viele Objekte verbinden Kunsthandwerklichkeit des Zeitalters mit harten politischen Realitäten wie dem Verlust von norwegischen Gebietsansprüchen oder der Auflösung einer Union.