| Maximilian II. (HRR)(1527- 1576) | Link zur Wikipedia |
Zwischen Renaissance und frühneuzeitlicher Ordnungsbildung steht Maximilian II. als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Er regierte in einer Zeit, die von religiösem Wandel und dynastischem Wettstreit geprägt war. Sein Porträt findet sich auf Münzen nicht zufällig. Die Medaille oder der Geldschein waren Ausdruck legitimer Herrschaft. Für den Kurator ist es faszinierend zu beobachten, wie ein Herrscher mit humanistischer Bildung seine Macht über das Reich auch durch prächtige Bildnisse auszeichnete.
Geboren in Wien verstarb Maximilian als geachteter Staatsmann. Er suchte den Kompromiss zwischen Katholizismus und Protestantismus im Rahmen des Augsburger Religionsfriedens. Diese politische Feinheit spiegelt sich wider auf seinen Geldstücken, die eine Stabilität suggerierten. Während sein Vater Ferdinand I. oft mit schwereren Inschriften verbunden war, stand Maximilians Prägung für einen Versuch friedlicher Koexistenz in den deutschen Territorien.
In welcher Region Münzen geprägt wurden? Das Herzstück bildet Österreich. Auch Böhmen und Ungarn gehörten zu seinen Krongebieten. Dort gab die Hofmünze in Wien oder Prag Geld heraus. Die Porträts zeigten ihn oft gekrönt als König von Böhmen, was auf den Reichsmünzen sichtbar wurde. Nach seinem Tod erschienen zudem postume Ausgaben für Erbschaftszwecke innerhalb der Habsburgerdynastie. Oft wurden die Wappen der Linie verwendet.
Sammeln Sie diese Stücke? Der Grund liegt in ihrer Geschichte. Die künstlerische Gestaltung auf den Münzen verweist oft an Hofkünstler oder Goldschmiedemeister heran. Sammler schätzen die Verbindung zur Wiener Humanismus-Szene, die er förderte.
Diese Münzen erzählen somit nicht nur von einem Herrscher, sondern auch vom Geist der Frühen Neuzeit. Wer einen solchen Gegenstand besitzt, hält eine kleine Geschichte zwischen Hand und Herz des Kaisers fest.