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Ludwig XVIII (1755-1824)
Frankreich. Ludwig XVIII. 1814, 1815-1824. 1/2 Franc 1817 K. K.M. 708.6, Gadoury 401. Sehr schön
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Frankreich. Ludwig XVIII. 1814, 1815-1824. 5 Francs 1817 A. Davenport 87, Gadoury 614. Minimal berieben, vorzüglich
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Frankreich, Ludwig XVIII.5 Francs 1821 A. Gadoury 614. Schöne Patina. Vorzüglich +
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Frankreich, Ludwig XVIII.5 Francs 1821 A. Gadoury 614. Schöne Patina. Vorzüglich +
  Ludwig XVIII (1755-1824) Link to Wikipedia

Ludwig XVIII. Leben (1755–1824): Geschichte und Münzprägung

In der Sammlung historischer Porträts Frankreichs nimmt Ludwig XVIII. einen faszinierenden, wenn auch komplexen Platz ein. Als letzter Bourbon-König unter dem Druck des Umbruchs wandte er sich nach 1814 als Restaurateur an die Spitze eines Landes, das erst kurz zuvor durch Revolution und Bonaparte-Ära zertrümmert worden war. Für den Kurator dieser Exponate ist seine historische Bedeutung nicht nur im Kontext der Rückkehr zur Monarchie zu sehen, sondern vor allem darin, wie er sich selbst neu definierte: vom begabten Bruder eines enthaupteten Königs zum überlebenden Familienoberhaupt.

Der König als Symbol der Restauration

Ludwigs Leben war von einem ständigen Pendeln zwischen Exil und Thron geprägt. Nach dem Tod des Großvaters Ludwig XV. erhielt er zwar wenig politischen Spielraum, doch nach 1793 erklärte er sich zum Regenten für seinen jungen Neffen im französischen Schattenreich seiner Verbündeten in Europa. Er verbrachte viele Jahre unter prekären Umständen, bevor Napoleon seine letzte Niederlage einstecken musste.

Zur Zeit Napoleons war das Bild des Königs an der Macht nicht erlaubt; stattdessen stand das Reichsadler-Porträt auf den Münzen aller französischen Territorien. Erst mit Ludwigs Rückkehr Ende 1815 verdrängte sich die republikanische und imperiale Ikonographie durch die traditionellen Königswappen zurück.

Münzgeschichte der Restaurationsmonarchie

Für den Münzsammler ist Ludwig XVIII. ein herausragendes Thema, da seine Ära eine Art von Wiedergeburt traditioneller numismatischer Symbole darstellt. Während Napoleon mit dem Reichsadler auf Souveränes und Francs geprägt wurde, kehrte Ludwigs Zeit die Darstellung des Königtums in Frankreich an der Oberfläche zurück.

Sammler finden hier eine faszinierende Kontrastierung zur vorherigen Epoche:

  • Bildsprache: Während Napoleon oft militärisch gekleidet wurde, präsentierte Ludwig XVIII. sich meist in königlicher Robe oder mit dem traditionellen Zylinderhut (bicorne), was seinen Status als rechtmäßiger Erbe betont.
  • Münzarten: Die Prägung umfasste Gold- und Silbermünzen, darunter die Louis d'or. Diese Stücke markieren den Beginn der stabilen Restauration nach den Turbulenzen des Exils und der hundert Tage von Napoleon.
  • Seltenheit: Aufgrund kurzer Regierungszeit relativ zur gesamten Geschichte Frankreichs sind Münzprägungen aus dieser spezifischen Übergangsphase oft begehrte Objekte, besonders wenn sie in guten Erhaltungszuständen erhalten sind.

Ludwigs Herrschaft endet 1824. Für Sammler ist seine Präsenz auf Geldstücken daher wertvoll als historisches Archiv einer politischen Umbruchzeit, das die Wiederherstellung der Bourbonen-Macht symbolisiert und gleichzeitig den Vorboten für die endgültige Errichtung der Dritten Republik nach dem Thronfolgekrieg von 1830 darstellt.