| Leo II. (Armenien) (1150-1219) | Link zur Wikipedia |
Lewon bekannt historisch als Leo der Zweite schaffte die Wende für Kleinarmenien indem er nach dem Tode seines Bruders Ruben III. im Jahre 1187 den Thron bestieg und das Fürstentum zur vollen Unabhängigkeit führte.
Seine größte historische Leistung war eine außenpolitische Politik der Annäherung an die Mächte des Abendlandes um Byzanz zu schwächen während er auf dem Dritten Kreuzzug Kaiser Friedrich Barbarossa unterstützte. Dies ermöglichte ihm 1203 durch römisch-deutsche Diplomatie den Königstitel in einer Krönungszeremonie vor Ort.
Durch die Verbindung zum Heiligen Römischen Reich wurden Währungssysteme neu definiert. Während seiner Regentschaft als Fürst und späterer König begann Kleinarmenien damit Goldmünzen zu prägen, die im Handel mit Kreuzfahrerstaaten akzeptiert wurden.
Dies war notwendig da er sich als christlicher Monarch in Konkurrenz zum Osmanischen Reich positionieren musste während die Templerburgen durch ihn besetzt wurden. Die Münzen dienten also sowohl internen Finanzzwecken der Hauptstadt Tarsos als auch externen diplomatischen Zwecken.
Solche Stücke gelten als historische Artefakte da sie die wirtschaftliche Brückenfunktion Kleinarmeniens zwischen Europa und dem Nahen Osten widerspiegeln.