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Karl X. von Frankreich (1757-1836)
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Karl X. von Frankreich Lebensdaten (* 9. Oktober 1757 – † 6. November 1836): Geschichte und Münzprägung

Karl Philipp, in den Geschichtsbüchern meist als Karl X., gilt einer der letzten repräsentativen Herrscher des absoluten monarchischen Systems in Europa vor dem Siegeszug liberaler Ideen. Als Enkel Ludwig XV. und Bruder Ludwigs XVI. sowie XVIII. trug er bis zur Thronbesteigung den Titel Graf von Artois bevor die Julirevolution 1830 die Bourbon-Mainline endgültig aus Frankreich verdrängte. Seine Regierungszeit, obwohl vergleichsweise kurz mit gerade einmal sechs Jahren am Herrschaftsbügel begann als eine symbolträchtige Ära für Historiker und Numismatiker gleichermaßen.

Von der Thronbesteigung bis zur Julirevolution

Karl X. wurde infolge seiner klerikal-reaktionären Politik, die eine Rückkehr zur absoluten Macht im Sinne des Ancien Régime anstrebte, als Bedrohung durch progressive Kräfte wahrgenommen. Während der Restauration unter seinem Bruder Ludwigs XVIII. fungierte er oft als Kopf der Ultraroyalisten. Die Münzprägung während seiner kurzen Regierungszeit ist ein wichtiges Zeugnis für diese Zeit des Übergangs.

Das Bild auf den Medaillen und Münzen

Zu Lebzeiten erschienen die königlichen Gold- und Silbergeldstücke ausschließlich in Paris, Lyon und anderen wichtigen Finanzzentren. Auf diesen Prägungen prangte oft das Porträt Karls X., der traditionell dargestellt wurde wie ein strenger Monarch im Stabe oder mit Krone. Entscheidend für Sammler ist jedoch die Titulatur auf den Münzen: Mit ihm endete in Frankreich der lange Gebrauch des Titels „König von Frankreich und Navarra". Der Nachfolger, Louis-Philippe I., änderte dies 1830 drastisch zu „König der Franzosen", was numismatisch einen klaren Trennstrich markiert.

Faszination für Münzsammler

Münzen dieser Epoche sind besonders wertvoll, da sie historisch als Brücke zwischen dem alten System und den modernen Verfassungsformen fungieren. Die Seltenheit liegt weniger in der Knappheit des Materials, sondern im politischen Kontext: Viele Stempel wurden nach 1830 nicht mehr offiziell verwendet oder nur noch von Exilanten geprägt.

  • Historische Bedeutung: Sie markieren den Abschluss einer Dynastie und die Vorstufe zur Zweiten Republik.
  • Künstlerischer Wert: Die Porträts zeigen oft klassizistische Strömungen der Malerei, angepasst an das französische Gold- oder Silberstandard. Das Design ist meist streng, was die Reaktion des Königs widerspiegelt.
  • Seltenheit und Exil-Münzen: Bestimmte Ausgaben aus den Jahren nach dem Sturz Karls X., insbesondere solche mit spezifischen Aufschlägen auf seiner Rückseite, sind unter Sammlern gesucht.

Für Sammler bieten diese Stücke die Chance nicht nur Metall zu besitzen, sondern ein Stück der letzten Verteidigung alter Traditionen in Frankreich.

1593,Frankreich-Straßburg, bischöfliche Münzstätte. Karl von Lothringen 1593-1607. 1/4 Taler o.J. E.u.L. 254 var. Vorzüglich +.
Verkauft für: $239.0
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