| Karl VII, König von Frankreich (1403 - 1461) | Link zur Wikipedia |
Karl VII., der auch als Karl des Siegreichen oder König von Frankreich bekannt wurde, ist eine zentrale Figur im Spätmittelalter, deren Herrschaft die Wende im Hundertjährigen Krieg markierte. Während seiner langen Regentschaft entwickelte sich das französische Königtum langsam vom reinen Lehensverband zum Nationalstaat.
Zu Beginn wurde Karl VII. nach dem Vertrag von Troyes des Throns entkleidet, da der englische König Heinrich V. die Nachfolge für seine eigenen Kinder forderte und die Burgunder unter Philipp dem Guten das Bündnis mit England pflegten.
Karl etablierte seinen Hof zunächst in Bourges als politisches Zentrum jenseits der besetzten Hauptstadt Paris. Die Münzprägehütten in den ihm noch verbliebenen Gebieten schlugen daher Geld, die oft nur regional gültig waren oder auf dem Territorium des Dauphin von Frankreich standen.
Nach seiner erfolgreichen Krönung im Jahr 1430 durch Jeanne d’Arc und der Wiedergewinnung nördlicher Regionen wurden offizielle Königsmünzen herausgegeben. Diese Deniers Tournois trugen nun die Inschrift Rex Franciae, welche die endgültige Herrschaftsausdehnung über Paris symbolisierte.
Für Münzsammler sind diese Überbleibsel des Mittelalters besonders wertvoll. Die Stücke zeigen auf dem Avers oft ein stilisiertes Porträt und den Namenszug, was die Verbindung zwischen der Person am Thron und dem Geld im Volk verdeutlicht.
Seltenheit früher Münztypen von 1428 bis um das Jahr 1435 macht diese Exemplare zu begehrten Fundstücken für Numismatiker. Das Porträt war häufig noch als Dauphin gezeichnet, bevor es zum Krönungskopf überging.
Dieser Wandel auf dem Metallgeld spiegelt den endgültigen Sieg der Franzosen gegen England wider. Für Sammlern ist die Verbindung von Historie und Monetärkunde eine einzigartige Möglichkeit zur Erforschung politischer Machtstrukturen im 15 Jahrhundert Europa, ohne dabei nur Marktpreise zu betrachten.