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José Gervasio „El Supremo” Artigas
Geboren in Montevideo 1764, wuchs José Gervasio Artigos heran als Sohn einer armen Polizistenfamilie. Seine Jugend war geprägt von dem Leben am Río Negro und enger Bindungen an die Ureinwohner sowie eine Ausbildung im spanischen Militärdienst gegen die britische Besetzung (1807). Doch es war nicht nur der militärische Kampf, der ihn zum Helden machte, sondern sein politischer Visionärgeist. Artigas forderte 1814 den Rücktritt von Buenos Aires und proklamierte den Föderalismus als Lösung für die zerstrittenen südamerikanischen Kolonien. Er begründete das Konzept „Protector de los Pueblos Libres" (Beschützer der Freien Völker) mit dem Ziel autonomer Departamentos.
Nach Bürgerkriegen gegen Buenos Aires zog er sich nach Norden zurück und starb 1850 in Paraguay, obwohl seine Verbündeten im Süden oft unter Verfolgung litten. Historisch gilt er als Schöpfer des modernen Uruguays und einer wichtigen ideologischen Stütze der argentinischen Föderalisten.
Für Sammler ist das Bildnis Artigas auf Münzen interessant, da die Prägung meist erst nach seinem Tod erfolgte. In seiner Lebenszeit existierte in der Banda Oriental und Entre Ríos keine einheitliche Währung für seine Bewegung. Erst im 19. Jahrhundert tauchte sein Porträt auf Silbermünzen von Uruguay oder später als Erinnerungsmittel an die Unabhängigkeitserklärung (z.B. um 1830) bzw. bei Centenary-Prägungen.
Solche Münzen wurden meist nach dem Tod des Politikers und zur Ehrung seiner Rolle im Unabgekommenheitsprozess geprägt, insbesondere in Silber für Sammler-Serien über Unabhängigkeitshelden der Region.
Münzsammler finden Münzen mit dieser Persönlichkeit besonders wertvoll aus mehreren Gründen:
Insgesamt verbindet jede dieser Münzen Geschichtsbezug mit einem Symbol der Freiheit für Sammler aller Ebenen, die sich für südamerikanische Unabhängigkeitsgeschichte interessieren.