| Johann V. von Portugal (1689-1750) | Link zur Wikipedia |
Herrscher der Braganza-Dynastie war Johann V., auch als „der Großherzige" bekannt, von 1706 bis zu seinem Tode in Lissabon König Portugals. Seine vierundfünfzigjährige Regierungszeit fiel auf eine Epoche des europäischen Barocks und starker Kolonialwirtschaftlicher Expansion nach Amerika.
König Johann verbrachte seine Jugend unter Jesuitenausbildung, bevor er den Thron nach dem Tod seines Vaters Peter II. übernahm. Sein Wirken war eng verbunden mit der Sicherung habsburgischer Bündnisse und einem wirtschaftlichen Aufschwung durch die Goldflüsse aus Brasilien. Für Sammler ist es essenziell zu verstehen, dass seine Herrschaftszeit einen Höhepunkt portugiesischen Handelsreichtums markierte.
Zu Lebzeiten und teilweise als Gedenkmünze nach seinem Tod erschienen Porträts oder königliche Wappen auf Silber- und Goldprägungen. Die portugiesische Krone prägte in dieser Zeit vor allem Guineus, Escudos und realen Stücke in der Hauptmünzstätte von Vila Viçosa.
Die Prägung war an die politische Lage gebunden: Während des Spanischen Erbfolgekrieges sowie nach Friedensschlüssen reflektierten die Medaillen das Machtverständnis. Das Bildnis diente nicht nur der Legitimation, sondern signalisierte international den Wohlstand portugiesischer Handelsschiffe.
Durch das Studium dieser Geldstücke begreifen wir heute besser die Machtprojektion des Hauses Braganza. Der numismatische Bestand zeigt nicht nur Königsnamen, sondern konkrete Handelsrouten von Afrika über Europa nach Brasilien.