| Haile Selassie | Link zur Wikipedia |
Herrscher von Äthiopien, Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und geistiger Anker des Rastafarismus – Haile Selassie verkörpert eine Epoche, in der sich Afrikas politisches Schicksal neu definierte. Als letzter Kaiser (Negusa Nagast) leitete er die Modernisierung seines Landes durch wirtschaftliche Reformen und internationale Diplomatie nach dem Ersten Weltkrieg. Seine Regierungszeit fiel auf den Übergang vom kolonialen Einfluss zur vollen Souveränität, was ihn zu einer der markantesten Figuren des 20. Jahrhunderts in Afrika machte.
Die historische Tragweite dieser Persönlichkeit ist eng mit ihrer Abwicklung an die Öffentlichkeit verbunden und spiegelt sich wider in den von ihr geprägten Zahlungsmitteln. Während seiner Regierungszeit wurden vor allem Silber- und Goldmünzen im Wert einer Krone oder eines Kronentalers (Krone) im Inland zirkuliert, oft als Ersatz für die bis dahin kursierenden italienischen Peseten nach dem Abessinienkrieg.
Beziehung zur Münzprägung
Münzen mit Bezug auf Haile Selassie wurden primär von der Regierung des Kaisertums Äthiopien herausgegeben. Im Gegensatz zu antiken Imperatoren oder griechischen Monarchen war das Bildnis des Herrschers hier weniger ein feststehendes Porträt, sondern oft symbolisch durch den „Löwen von Juda" vertreten, flankiert von dem Titel Negusa Nagast („König der Könige"). Die Prägung begann in seiner Amtszeit intensivere Formen an, da Äthiopien ab 1960 eigene Goldmünzen (die sogenannte Kaiserkrone) prägte. Diese Geldstücke wurden nach seinem Sturz am Ende des Jahres 1974 und seinen Tod im Jahr darauf abrupt aus dem Verkehr gezogen.
Vorzeige für Sammler
Auch wenn die Marktwerte nicht primäres Thema sind, bleibt ihre ästhetische und historische Bedeutung für Kenner unverändert relevant als Zeuge einer ereignisreichen Ära afrikanischer Geschichte. Wer sich mit der modernen Entwicklung Afrikas auseinandersetzt oder an alten Kaiserrechten interessiert findet hier eine fundierte Anschauungsbeilage.