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Gordian I Africanus (159-238)
 Gordian I, AD 238. AR Denarius minted at Rome, March-April AD 238 (only 21 days!). Laureate, cuirassed and draped bust right of Gordian I Africanus. Reverse: Gordian I, togate, standing left, ho ...
Verkauft für: $10000.0
Gordian I, AD 238. AR Denarius minted at Rome, March-April AD 238 (only 21 days!). Laureate, cuirassed and draped bust right of Gordian I Africanus. Reverse: Gordian I, togate, standing left, ho ...
 Gordian I Africanus. Silver Denarius (3.19 g), AD 238. Rome. IMP M ANT GORDIANVS AFR AVG, laureate, draped and cuirassed bust of Gordian I right. Reverse : P M T-R P COS P P, emperor, togate, st ...
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Gordian I Africanus. Silver Denarius (3.19 g), AD 238. Rome. IMP M ANT GORDIANVS AFR AVG, laureate, draped and cuirassed bust of Gordian I right. Reverse : P M T-R P COS P P, emperor, togate, st ...
  Gordian I Africanus (159-238) Link zur Wikipedia

Gordian I. (* um 159; † ca. Januar 238): Geschichte und Münzprägung

Gordian I., ein Mann aus dem antiken Kleinasien, steht exemplarisch für eine der dramatischsten Episoden im Übergang vom zweiten zum dritten Jahrhundert des römischen Reiches. Im Alter von achtzig Jahren wurde dieser damals hochrangige Statthalter gegen seinen Willen in Nordafrika zur höchsten Macht aufgerufen. Die Landbesitzerregion stand unter dem Druck entthronender Gesetze durch den Soldatenkaiser Maximinus Thrax und suchte im Senat Zuflucht vor der drohenden Enteignung.

In wenigen Wochen regierte er gemeinsam mit seinem Sohn Gordian II., bis dieser in militärischem Konflikt gegen loyalen Statthalter Capelianus fiel. Als Nachricht vom Tod des Sohnes eintraf, beging selbst der Greis den Selbstmord am selben Tag. Diese kurze, blutige Herrschaftsspanne war kurzlebig und endete im Januar 238 durch die Installation von Pupienus und Balbinus sowie dem jungen Gordian III., einem Enkel des verstorbenen Paares.

Kunsthandwerk der Macht

Die Münzen dieses Herrschers wurden überwiegend in den Münzstätten Nordafrikas, insbesondere Karthago und anderen Provinzzentren, geprägt. Diese Prägungen entstanden zu Lebzeiten des Kaisers im Zuge einer lokalen Aufstandsaktion zur Verteidigung römischer Verfassungsgewohnheiten gegen Militärdiktatur.

  • Münzstätten: Carthago war Zentrum der kaiserlichen Währung. Diese Orte waren unter Kontrolle seiner Statthalter und schlugen eigene Legenden mit imperialer Hoheit aus, die sich an republikanischen Traditionen orientierten.
  • Bildniskunst: Die Porträts zeigen einen weisheitsvollen Staatsmann im Alter statt der jugendlichen Soldatenkaiserbilder anderer Ären. Dies unterstrich seine politische Autorität als Senator und Konsularprokonsul, nicht als Militärtribun.
  • Zeitpunkt der Prägung: Es handelt sich um Sonderschläge während seiner 20-tägigen effektiven Regentschaft sowie posthum zu Ehren des verstorbenen Herrscherpaares kurz nach seinem Tod bis zur Unterwerfung durch die neue Regierung.

Bedeutung für Sammler

Für numismatische Expertinnen und Experten besitzt der Fund dieser Prägungen einen hohen historischen Stellenwert. Durch den extrem kurzen Herrschaftszustand existieren weniger Exemplare als bei langjährigen Regenten.

  • Rarität: Aufgrund des schnellen Regierungswechsels wurden viele Münzen nach dem Tod von Gordian II und seinem Vater schnell wieder eingeschmolzen oder militärisch geraubt, was die Anzahl der überlieferten Stücke begrenzt hat.
  • Vergleichswert: Sammler schätzen diese Objekte im Vergleich zur späteren Münzprägung unter Maximinus Thrax, wo oft minderwertiges Silber oder Gold geprägt wurde. Die nordafrikanischen Proben sind handwerklich meist hochwertiger erhalten.
  • Geschichtliche Verbindung: Es stellt eine Brücke zur Familie des Gordian III dar, dessen Münzen ebenfalls bedeutend für die römische Kaiserchronologie sind und in der modernen Forschung oft zusammengefasst werden.

Jede dieser antiken Geldstücke ist ein Zeugnis dafür, dass selbst kurze Herrschaftszeiten in der Geschichte der Römischen Republik eine bleibende Spur hinterlassen können. Sie dienen heute nicht nur als Zahlungsmittel aus alter Zeit, sondern als materielle Überreste eines Konflikts zwischen Senatorischer Ordnung und Militärherrschaft.