| Georg V. (Hannover) (1819 - 1878) | Link zur Wikipedia |
Herrin, Herr,
Welcome in die Sammlung der letzten Welfen-Königreiche vor dem Zusammenbruch des Deutschen Bundes um 1866. Heute widmen wir uns einer Figur von besonderer Tragik und historischer Brisanz: Georg V., König von Hannover. Um diese Person zu verstehen, muss man sie nicht nur als Herrscher betrachten, sondern auch als den Letzten ihrer Art in einem deutschen Territorium.
Neben der britischen Erbfolge war er Kronprinz des Königreichs Hannover. Seine Regierungszeit begann 1851 nach dem Tod seines Vaters Ernst August I., jedoch endete sie abrupt mit der Annexion Hannovers durch Preußen im Jahr 1866 während des Deutschen Krieges.
Dass ein regierender Monarch, der zudem vollständig erblindet war, dennoch politisch so konservativ und reaktionär wie Georg V. agieren konnte, ist historisch von hoher Bedeutung. Er setzte sich vehement gegen die liberale Verfassung von 1848 durch, stufte Adelstitel wieder als alleinige Repräsentanten ein und lehnte den Liberalismus des preußischen Einflusses strikt ab.
Numerologisch gesehen ist dies bemerkenswert: Viele Herrscher seiner Zeit waren Opfer der industriellen Revolution oder politischer Umbrüche. Georg V., trotz aller körperlichen Behinderungen, vertrat das Ideal eines absolutistischen Gottesgnadentums. Dies prägt die gesamte politische Landschaft des Norddeutschen Bundes in den Jahren zwischen 1850 und 1869 prägend.
Betrachtet man nun die Münzprägung, wird klar: Hanover war Teil des Deutschen Zolls. Die Prägungen trugen oft Standard-Porträts aus dem Berliner Hof oder waren lokal in Hannoverschen Münden ausgeführt.
Diese Objekte galten zu Lebzeiten Georgs V., wie bei allen deutschen Adeligen dieser Epoche, nur als Zahlungsverkehrsmittel in dem jeweiligen Staat und waren keine Souvenir-Numismatik im heutigen Sinne. Dennoch sind sie wertvoll für Sammler.
Dieser Münzen wegen ihrer Seltenheit ist es weniger das Design der Metallstücke, sondern deren Geschichte: Sie repräsentieren ein Königreich am Rande seines Untergangs durch äußere Einwirkung.
Für den Sammler ist es eine Einladung dazu, diese kleinen Metallstücken zu betrachten und an die letzten Stunden der souveränen Monarchie in Hannover erinnert.