| Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel) (1802 - 1875) | Link zur Wikipedia |
Kurz bevor das Herzogtum Nassau unterpreußenisch wurde, stand Friedrich Wilhelm als letzter seines Namens in der politischen Topografie des kurfürstlichen Hessens. Ein Mann zwischen Tradition und Modernität, dessen Leben eine Klammer schlägt, die den Wandel eines Kleinstaates vom liberalen Bund zum preußischen Integrationsziel dokumentiert. Er war jener Regent, bei dem das Ende einer alten Ordnung begann.
Friedrich Wilhelms Herrschaftsperiode fiel genau in jene Epoche des deutschen Bundesstaates, in der Kleinstaaten wie Hessen-Kassel eigene Währungssouveränität behielten. Während er 1830 die Thronfolge antrat und durch seinen Vater als Prinzregent fungierte, begann das Zeitalter neuer Münzprägungen im Kurfürstentum. Erst nach dem Tode seines Vaters 1847 regierte er eigenständig bis zur preußischen Okkupation von 1866.
Gefälligkeiten der Prägung
Faszination des Sammlers
Münzen dieses Regenten fangen die letzten Tage eines deutschen Kleinstaates ein, bevor es als Teil Großdeutscher Reichswährung verschwand. Die Porträts auf den Scheinen oder Silbermünzen zeigen oft noch eine gewisse aristokratische Würde trotz der innenpolitischen Wirren seiner Zeit und morganatischen Ehe.
Friedrich Wilhelm I., Kurfürst von Hessen, ist ein historisch wertvoller Charakter für Numismatiker. Seine Münzstücke erzählen nicht nur von Metallgewichten oder Legierungen, sondern zeugen vom Niedergang der territorialen Souveränität Deutschlands im 19. Jahrhundert.