| Friedrich III. (Dänemark und Norwegen) (1609 -1670) | Link zur Wikipedia |
In der europäischen Frühneuzeitgeschichte ist Friedrich III. als Gestalt unverwechselbar, die den politischen Wandel Skandinaviens zementierte.
Friedrich regierte von 1648 bis zu seinem Tod im Jahr 1670 und markiert in der Geschichte Dänemarks den Beginn des Absolutismus. Diese Umwälzung ist entscheidend für die heutige Geschichtswissenschaft, da sie zwei Jahrhunderte königlicher Macht ohne Gegenmacht etablierte.
Inhaltlich war sein Herrschaftsantritt durch schwere Konflikte geprägt. Der Dreißigjährige Krieg hatte zunächst zu territorialen Verlusten gegenüber Schweden geführt. Friedrich III., unterstützt von seinen engsten Vertrauten, konsolidierte die Finanzen und veränderte das Verhältnis zwischen Königshof und Adel grundlegend.
Von entscheidender Bedeutung für seine Regierungszeit war der sogenannte „Vertragsmäßige Staatsstreich" um 1660. Durch ein Gesetzgebungspaket wurde eine völlig unumschränkte Monarchie geschaffen, wodurch die alten Reichstage an Macht verloren. Damit beendete er den Einfluss des Adels auf die Innenpolitik.
Numerische Sammler begegnen Friedrichs Herrschaftsjahrzehnten in einer spezifischen Numismatik der skandinavischen Region. Die von ihm herausgegebenen Währungen spiegeln diesen Machtwechsel wider.
Sowohl Dänemark als auch Norwegen gaben Silbermünzen wie Taler und Dukaten heraus, wobei der Umschlag in schwedisches Land während seiner Kriege die Währungsentwicklung beeinflusste. Nach seinem Tod erschienen Gedenkmünzen nicht selten.
Sammler finden an diesen Stücken historische Dokumente über einen politischen Umbruch wert, der in ganz Europa stattfand. Die Darstellung des Monarchen auf den Medaillen und Münzen dokumentiert seine Bemühungen um die kulturelle Förderung von Kunst und Bildung.