1913, Deutsche Staaten, Sachsen. Silberne 3-Mark-Münze. "Völkerschlacht bei Leipzig!" Münze. Zum 100. Jahrestag des Sieges über Napoleon. Prägejahr: 1913 Referenz: KM-1275. Prägeort: Muldenhütten (E) Nennwert: 3 Mark – Gedenkmünze zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig und zum Bau des Denkmals! Material: Silber (.900) Gewicht: 16,69 g Durchmesser: 33 mm Vorderseite: Frontansicht des Denkmals der Völkerschlacht bei Leipzig. Jahrestagsdaten ringsherum, Münzinitiale (E) darunter. Legende: 18. OKTOBER - * 1813 = 1913 * Rückseite: Krone des Deutschen Reiches über dem Wappenadler Deutschlands mit preußischem Schild auf der Brust und Ordensstern. Legende: DEUTSCHES REICH 1913 * DREI MARK * Die Schlacht bei Leipzig oder Völkerschlacht vom 16.–19. Oktober 1813 war eine der schwersten Niederlagen für Napoleon Bonaparte. Die Schlacht bei Leipzig wurde auf deutschem Boden ausgetragen und auf beiden Seiten waren deutsche Truppen beteiligt, da ein großer Teil von Napoleons Truppen aus dem Deutschen Rheinbund stammte. Sie gilt als die größte Schlacht in Europa vor dem Ersten Weltkrieg und war mit über 500.000 Soldaten besetzt. Die Verluste auf beiden Seiten waren erschütternd; Schätzungen zufolge wurden insgesamt 80.000 bis 110.000 Menschen getötet oder verwundet. Napoleon verlor etwa 38.000 Mann an Toten und Verwundeten. Die Alliierten nahmen 15.000 wehrfähige Franzosen, 21.000 Verwundete oder Kranke, 325 Kanonen und 28 Adler, Standarten oder Fahnen gefangen und hatten die Männer der desertierten sächsischen Divisionen übernommen. Unter den Toten befand sich Marschall Józef Antoni Poniatowski, ein Neffe des letzten polnischen Königs Stanisław August Poniatowski. Der Pole, der erst am Vortag seinen Marschallstab erhalten hatte, ertrank beim Versuch, den französischen Rückzug zu bewachen. Die Korpskommandeure Lauriston und Reynier wurden gefangen genommen. Fünfzehn französische Generäle wurden getötet und 51 verwundet. Von einer Gesamtstreitmacht von 362.000 Mann erlitten die Alliierten etwa 54.000 Verluste. Schwarzenbergs Böhmische Armee verlor 34.000 Mann, Blüchers Schlesische Armee 12.000 Mann, während Bernadottes Nordarmee und Bennigsens Polnische Armee jeweils etwa 4.000 Mann verloren. Die Schlacht beendete die Präsenz des Ersten Französischen Kaiserreichs östlich des Rheins und brachte die befreiten deutschen Staaten zur Koalition. Die Koalition nutzte ihren Vorteil und marschierte Anfang 1814 in Frankreich ein. Napoleon wurde vom französischen Thron gestürzt und auf die Insel Elba verbannt. Neben dem 91 m hohen Völkerschlachtdenkmal ist der Verlauf der Schlacht in der Stadt Leipzig durch zahlreiche Denkmäler und die 45 Apelsteine gekennzeichnet, die wichtige Linien der französischen und alliierten Truppen markieren.